Streit bei ÖSV-Trainern

Großes Feilschen um WM-Start-Quoten

© gepa/Fotomontage
Fünf Tage vor dem WM-Auftakt rauchen in der Innsbrucker ÖSV-Zentrale die Köpfe.
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Erst 24 Stunden vor dem ersten WM-Bewerb (Damen-Kombi am Montag) muss der end­gültige WM-Kader feststehen. Das heißt: Herren-Chef Andreas Puelacher hat bis nach den beiden Speed-Rennen in Garmisch (Super-G am Freitag, Abfahrt am Samstag) Zeit, sich festzu­legen. So bleibt es zum Beispiel bei Routinier Hannes Reichelt (siehe r.) spannend bis zum Schluss. Wobei eine Frage auch für Reichelt nicht unwesentlich sein könnte: Wie viele Damen und wie viele Herren werden nach Cortina mitgenommen?

Starke Argumente für höhere Herren-Quote

Da wir keinen Titelverteidiger am Start haben (der regierende Slalom-Weltmeister Marcel Hirscher hat seine Karriere be­endet), darf der ÖSV nur 24 Namen für die am Montag beginnende WM bestimmen. Eine „geschlechtergerechte“ Aufteilung (12 Herren und 12 Damen) wird es vermutlich nicht geben. „Damit bin ich sicher nicht einverstanden“, stellt der normalerweise sehr bescheiden auftretende ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher klar. „Ich brauch auf jeden Fall mehr Plätze, damit wir bei der WM aus dem Vollen schöpfen können. Ich hab ja genug Leute, die unter die Top Ten, unter die besten Fünf und aufs Podest fahren.“

Auch Damenchef Christian Mitter kämpft für seine Girls – mit deutlich schwächeren Argumenten. „Für mich stellt sich die Frage: Was ist besser zu bewerten – ein 7. Platz im Super-G, oder ein 10. im Slalom?“ Die bisherigen Saison-Platzierungen sprechen klar für eine stärkere Herren-Quote (13:11 oder sogar 14:10): Mayer, Kriechmayr, Schwarz, Feller & Co. fuhren in dieser Saison fünf Siege plus 14 Podestplätze ein. Bei den Damen schafften es lediglich Liensberger (5 x) und Tippler (3 x) unter die Top 3.