WM-Feier

Hirscher: Der Papa fehlt bei der Party

© ÖSTERREICH/ Kernmayer
Marcel feierte mit Freundin Laura, Mama Sylvia und Bruder Leon seine Goldene.
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Um 18.41 Uhr Ortszeit war es so weit. Der Colorado Kinderchor stimmte auf dem bis zum letzten Platz gefüllten Medal Plaza die österreichische Bundeshymne an, Marcel Hirscher schloss die Augen und genoss den Augenblick. Um seinen Hals trug er die Goldmedaille für den Sieg in der Kombination. Edelmetall mit ganz besonderem Stellenwert für Hirscher.

"Mit Nr. 31 hätte ich Titel nicht"

ÖSTERREICH: Marcel, Gold gleich im ersten WM-Rennen. Ist der ganz große Druck von Ihnen abgefallen?
Marcel Hirscher: Ich fühle mich glücklich und frei. Jeder weiß, wie groß der Skisport in Österreich ist. Und manchmal ist der Druck auf meinen Schultern richtig groß. Bei dieser WM ist er vielleicht nicht so groß, weil Anna Fenninger und Hannes Reichelt schon Gold für Österreich geholt hatten. Aber unterm Strich hat jeder von mir eine Medaille erwartet, am besten in Gold. Dass ich das jetzt gleich im ersten Rennen geschafft habe, ist unglaublich und sehr befreiend.
ÖSTERREICH: War die Startnummer eins im Slalom der entscheidende Vorteil?
Hirscher: Ja, ganz sicher sogar. Mit Startnummer 31 im Slalom hätte ich nicht gewonnen. Aber man braucht immer Glück, um ein Rennen zu gewinnen. Wenn du eine Chance bekommst, dann musst du sie erst einmal auch nutzen. Und ich habe sie genutzt.
ÖSTERREICH: Warum konnten Sie sich in der Abfahrt so steigern?
Hirscher: Ich hatte in den Trainings fast fünf Sekunden Rückstand. Da hab ich mich schon gefragt: 'Macht das wirklich einen Sinn?' Aber im Endeffekt haben wir ein tolles Setup gefunden, mit dem ich zwei Sekunden schneller war. Wir haben einiges an den Skiern und am Schuh geändert. Meine gesamte Crew von Atomic hat einen sensationellen Job gemacht. Deshalb hab ich mich am Tag vor der Kombination dann endgültig dazu entschieden, es doch zu versuchen.