Gold für Innerhofer

Reichelt holt Super G-Silber!

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Innerhofer "überglücklich"
"Ich kann es nicht glauben, ich bin überglücklich, ich hatte eine so schwierige vergangene Saison. Ich bin glücklich, dass ich so zurückgekommen bin. Ich habe lange gebraucht, das Selbstvertrauen zu bekommen. Ich bin heute volle Kanne gefahren, so ein Rennen ist ja nur alle zwei Jahre", erzählte Innerhofer, über den Romed Baumann (Sechster) sagte: "Er mag es, wenn es dunkel und klapprig ist. Anscheinend hat er Katzenaugen."

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Reichelt: "Checke es noch nicht"
Die zuvor letzte rot-weiß-rote Super-G-WM-Medaille hatte Fritz Strobl 2007 ebenfalls mit Silber in Aare geholt. Reichelt, der mit dem Erfolg am Samstag im Super-G in Hinterstoder auf den WM-Zug aufgesprungen war, nahm das Set-up des Heimrennens und konnte sein Glück kaum fassen. "Ich checke es noch nicht richtig. Normalerweise sind die Verhältnisse nicht meine. Ich bin heruntergekommen und habe mir gedacht, da bist einen gescheiten Blödsinn zusammengefahren, hast eine Packung bekommen. Darum bin ich verwundert. Aber es wird wohl allen so gegangen sein", meinte der 30-jährige Salzburger, dessen "Kampfgeist" auf der "müde Beine" machenden Piste gestimmt hatte.

Raich "muss Platz 5 akzeptieren"
Zweitbester Österreicher wurde Benjamin Raich als Fünfter (+1,34), ein Ergebnis, mit dem er leben müsse. "Natürlich war das Podium das Ziel. Ich habe alles gegeben und mir nichts vorzuwerfen, deshalb ist es zu akzeptieren", sagte der Pitztaler, der an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gehen musste.

Keiner blieb fehlerlos
"Von fehlerlos war ich weit entfernt, auch die Besten werden nicht fehlerlos sein. Man kommt sich brutal beschissen vor. Vom Start weg völlig unruhig, du baust kein richtig gutes Gefühl auf. Das einzige, das du merkst, ist, ob du die Ski laufen lässt oder abstichst, wie es bei mir zweimal der Fall war", analysierte Baumann seinen Auftritt, mit der Leistung sei er zufrieden gewesen.

"Schwierigstes Rennen" für Kostelic
Das konnte auch Kostelic von sich behaupten, der vom "schwierigsten Rennen" seine Lebens sprach, jedoch mit einer Medaille dafür belohnt wurde. Während Michael Walchhofer in seinem letzten WM-Super-G schwer geschlagen wurde (Elfter). "Das ist heute sehr an die Substanz gegangen, das war eine echte Challenge. Ich bin immer ein bisserl hintennach gewesen, man muss hier aber schön über den Skiern sein. Mir war der Kurs zu drehend."

Miller schenkt sichere Medaille her
Eine Show mit großem Unterhaltungswert bot einmal mehr Bode Miller, der während der Fahrt ein Tor touchierte und dabei einen Stock verlor. Der US-Amerikaner ließ sich davon nicht beirren, kämpfte weiter und einen Vorsprung von einer Sekunde auf den zu dem Zeitpunkt führenden Baumann heraus, ehe er rund zweihundert Meter vor dem Ziel nach einer weiteren Schwierigkeit aufgab und aufrecht ins Ziel fuhr.

Der Riesenapplaus des Publikums kam der Verleihung einer Tapferkeitsmedaille gleich. "Das Licht ist einfach zu schlecht auf diesem Eis. Dann noch die Balance zu gewinnen, das ging einfach nicht bis unten", meinte Miller, der Zwölfter wurde.

Ergebnis WM Super G