Sieg in Kvitfjell
Sofia Goggia holt erstmals den Super-G-Weltcup
22.03.2026Die 33-jährige Sofia Goggia hat am Sonntag erstmals im alpinen Ski-Weltcup die Super-G-Wertung gewonnen.
Die vor dem Finalrennen in Kvitfjell 63 Punkte vor der Neuseeländerin Alice Robinson in Front gelegene Abfahrtsolympiasiegerin 2018 gewann auch das Rennen, es ist ihr dritter Saisonsieg. Dahinter landeten die Schweizerin Corinne Suter (+0,32) und die Deutsche Kira Weidle-Winkelmann (+0,60 Sek.). Die Steirerin Cornelia Hütter wurde als beste Österreicherin Fünfte (+0,84).
Im Ziel angekommen, lag die Olympia-Dritte auf Rang drei und durfte da noch auf den ersten rot-weiß-roten Weltcup-Saisonpodestplatz in dieser Disziplin bei den Frauen hoffen. Doch die letztlich viertplatzierte Deutsche Emma Aicher (+0,61) und Suter waren schneller als die 33-Jährige, deren Karriere-Fortsetzung noch offen ist. Teamkombi-Olympiasiegerin Ariane Rädler wurde Siebente (+1,19), Mirjam Puchler Zwölfte (+1,97) und Nina Ortlieb 21. (+2,67). 500-Punkte-Fahrerin Julia Scheib passte, die steirische Riesentorlauf-Wertungssiegerin klagte über Rückenschmerzen.
Schlechteste Super-G-Saison für ÖSV-Frauen
Erstmals seit der Saison 1996/97 blieben die Österreicherinnen im seit den Achtzigern im Weltcup gefahrenen Super-G ohne Top-drei-Rang. Damals hatte es immerhin einen vierten Platz gegeben, auch das blieb diesmal aus. Positiv aber eben, dass es im Zeichen der Fünf Ringe im wichtigsten Rennen dieser Saison mit einem Podestplatz geklappt hat.
Für die Slowenin Ilka Stuhec war es das letzte Karriere-Rennen. Als die 35-jährige Abfahrtsweltmeisterin von 2017 und 2019 nach 19 Weltcupjahren mit Nummer 3 gefeiert wurde, standen die Entscheidungen noch aus. Goggia ließ mit Nummer 8 aber kaum Fragen offen. Rivalin Robinson verpatzte ihre Fahrt und blieb als 16. (+2,41) gar ohne Zähler. Damit gehen beide Speed-Wertungen der Frauen in diesem Winter an Italien, die Abfahrtskugel hatte sich am Vortag nach ihren ersten, durchwegs nach Olympia eingefahrenen drei Weltcup-Siegen Laura Pirovona eingeheimst.
Aicher machte im Gesamtweltcup weitere 50 Punkte gut, die 22-Jährige liegt vor Slalom und Riesentorlauf am Dienstag und Mittwoch in Hafjell noch 45 Zähler hinter dem führenden US-Star Mikaela Shiffrin. Bitter für Aicher, dass sie am Sonntag zehn weitere Punkte nur um eine Hundertstel verfehlte. Shiffrin ist nun in der Gesamtwertung noch mehr als vorher Favoritin, bis auf einen zweiten Platz hat sie alle Saison-Torläufe gewonnen. In ihrem dritten Super-G dieser Saison blieb die 31-Jährige als 22. (+2,78) ohne Punkte. Nur die Top 15 erhalten beim Saison-Finale Zähler.