Skifliegen Planica

Tschofenig Mega-Flug verpasst Podium - Lindvik siegt

29.03.2026

Trotz fast perfektem Sprung von Daniel Tschofenig schafften es die ÖSV-Adler knapp nicht aufs Podium beim Saisonfinale im Skifliegen. Saison-Domenator Prevc (453.9) lieferte vor heimischem Publikum in Planica eine Show, musste sich aber Marius Lindvik (NOR/459.5) geschlagen geben.

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Daniel Tschofenig, nach dem ersten Durchgang nur 14., setzte einen Megasatz hin im zweiten Sprung. 238 Meter, nur einen Meter unter seiner persönlichen Bestmarke, und obendrein fünfmal eine Wertung von 20,0! Damit verbesserte sich der ÖSV-Adler um gleich zehn Plätze auf den vierten Rang (438.4).

Auf seine perfekte Wertung angesprochen, meinte der 24-Jährige: "(Fühlt sich, Anm.) Schon sehr, sehr gut an. Das ist eine Auszeichnung, die sich jeder wünscht." Eine durchwachsene Saison fand für den Dritten der Gesamtweltcup-Wertung nun einen guten Abschluss: "Planica reißt noch einmal alles raus, bei dieser Stimmung springen, das rückt alles noch einal ins rechte Licht."

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Dritter wurde der Norweger Andre Forfang (441.3), die weiteren Österreicher Stefan Kraft (Sechster/422.6), Jonas Schuster (Zehnter/415.1), Maximilian Ortner (15./409.4) und Stefan Embacher (21./398.6) hatten mit dem Sieg nichts zu tun. 

Embacher musste im ersten Durchgang bei stark wechselnden Windbedingungen lange warten und landete dann mit zu diesem Zeitpunkt zu geringem Anlauf bei nur 202,5 Metern. Damit war die kleine Kristallkugel im Skiflug-Weltcup im Duell mit Prevc endgültig kein Thema mehr. "Wir sind ein Freiluftsport, ich habe meine Wut schon rausgelassen. Ich hätte mit gestern die Saison auch abschließen können, das wäre mir lieber gewesen", sagte Embacher, der am Samstag Teil des ÖSV-Siegerteams gewesen war.

++Das ganze Skifliegen von Planica zum Nachlesen im OE24-Liveticker!++

Manuel Fettner verabschiedet sich grandios

Der letzte Sprung und Flug war es für Manuel Fettner, der damit seine Karriere offiziell beendet hat. Der 40-Jährige schaffte nach 25 Jahren und 254 Sprüngen noch einmal gute 230 Meter, im Zielhang wurde er von seinem Team herzlichst verabschiedet. Mit 419.6 Punkten wurde er Neunter.

Kraft, der nun der älteste im ÖSV-Team ist, wird seine Rolle als Oldie akzeptieren: "Das habe ich bei der Springer-Party schon öfter gehört. Ich fühle mich noch nicht so, bin sehr jung geblieben, aber ich nehme die Rolle gerne an. Ich werd' ihnen die Wadln vire richten."