Schrecksekunde beim Saison-Finale in Planica: Der österreichische Shootingstar Stefan Embacher kam am Freitag im ersten Einzel-Bewerb schwer zu Sturz, gab aber kurz darauf bereits Entwarnung.
Der 20-jährige Tiroler riskierte im Finaldurchgang am Freitag alles und segelte auf der Weltrekord-Schanze in Slowenien auf beachtliche 240 Meter. Bei der Landung lehnte sich die rot-weiß-rote Hoffnung jedoch zu weit nach rechts, verlor die Balance und schlug hart mit dem Gesicht auf dem Boden auf.
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Sturz-Drama bei 240 Metern
Rettungskräfte eilten sofort zum gestürzten Adler, der den restlichen Auslauf hinunterkugelte. Der Bewerb musste kurzzeitig unterbrochen werden, ehe Embacher abtransportiert wurde. Trotz des heftigen Aufpralls stand der Youngster unmittelbar danach wieder auf, wobei ihm der Schock deutlich ins Gesicht geschrieben stand.
Entwarnung im TV-Interview
Wenig später gab der ÖSV-Athlet im ORF-Interview bereits wieder lächelnd Entwarnung: "Ich habe alles mitbekommen, habe zum Glück die Hände vor das Gesicht genommen. Es hat wohl schlimmer ausgesehen, als es war." Laut ersten Informationen blieb er bis auf den Schock unverletzt. Ob er am Samstag im Teambewerb (ab 9.15 Uhr live in ORF1 & Sport24-Liveticker) startet, ist aktuell noch offen.
Prevc-Gala und ÖSV-Podest
Sportlich war der Tag erneut eine Machtdemonstration von Saisondominator Domen Prevc, der sich mit Flügen auf 232,5 und 230,5 Meter klar den Sieg sicherte. Ein rot-weiß-rotes Highlight setzte Daniel Tschofenig, der sich mit einem Satz auf 233,5 Meter im Finale vom siebenten auf den dritten Platz nach vorne katapultierte.
Durch den Sturz musste Embacher, der nach dem ersten Durchgang noch an neunter Stelle gelegen war, einen herben Rückschlag im Kampf um die Skiflug-Kristallkugel gegen Domen Prevc hinnehmen. Während der Slowene auf seiner Heimschanze eine weitere Show abzog, rettete Tschofenig mit seinem Podestplatz die Ehre der ÖSV-Adler.