Malta-Länderspiel

Zwei Neue im Team

25.01.2007

Der ÖFB-Kader für das Trainingslager und Länderspiel auf Malta steht. Hickersberger berief gleich 26 Spieler ein.

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Im Kader des österreichischen Fußball-Nationalteams für das Trainingslager vom 31. Jänner bis 7. Februar auf Malta mit abschließendem Länderspiel gegen die Insel-Auswahl scheinen in Mario Majstorovic (GAK) und Roman Kienast (Ham-Kam/NOR) zwei Debütanten auf. Teamchef Josef Hickersberger berief gleich 26 Spieler in sein erstes Aufgebot des Jahres 2007, vor allem deshalb, weil wohl alle zwölf nominierten Legionäre mit Verspätung zur ÖFB-Auswahl stoßen werden.

"Die Legionäre werden fast alle nach ihren Meisterschaftsspielen am Wochenende abgestellt", erklärte Hickersberger, für den die "Fremdarbeiter" vor allem im Länderspiel eine entscheidende Rolle spielen. "Die Spieler, die keine oder nur eine kurze Winterpause hatten, werden gegen Malta wichtig sein, weil sie Spielpraxis haben. Jene Spieler, die in Österreich die Vorbereitung bestreiten, können noch nicht gut in Form sein, weil die Meisterschaft erst in ein paar Wochen beginnt", meinte der Teamchef.

Auf einige U21-Talente wie Zlatko Junuzovic, Veli Kavlak oder Emin Sulimani verzichtete Hickersberger bewusst, um den Youngsters einen Auftritt im Rahmen des U21-Länderspiels in Italien zu ermöglichen.

Neue unter Beobachtung
Einen Beitrag dazu könnten die Neulinge Majstorovic und Kienast leisten. Der 29-jährige GAK-Defensivspezialist Majstorovic hatte im Herbst einige Spiele verletzungsbedingt versäumt, zählte aber in den letzten Spielen der Grazer im vergangenen Jahr wieder zum Stammpersonal. Stürmer Kienast erkämpfte sich nach seinem Wechsel zu Ham-Kam ein Fix-Leiberl, was jedoch nichts daran änderte, dass der Klub im vergangenen November aus der höchsten norwegischen Liga abstieg. "Ich möchte sowohl Majstorovic als auch Kienast im Training sehen", sagte Hickersberger, in dessen Zeit als Rapid-Trainer Kienast der Durchbruch verwehrt geblieben war.

"Nach Absprache mit Lothar Matthäus und Oliver Kreuzer haben wir entscheiden, dass es für Janko noch zu früh und besser ist, wenn er bei Salzburg bleibt." Janko wurde fast die gesamte Herbstsaison von hartnäckigen Leistenbeschwerden geplagt, dürfte seine Probleme mittlerweile aber überwunden haben.

Legionäre mit Problemen
Problematischer ist da schon die Situation einiger Legionäre. György Garics sitzt bei Napoli nicht einmal regelmäßig auf der Bank, und Weissenberger ist derzeit bei Frankfurt ebenfalls kein Anwärter auf einen Platz in der Anfangsformation. Dazu kommt, dass Muhammet Akagündüz nach seinem Wechsel von Kayserispor zu Hellas Verona vor einem Neubeginn steht und Kapitän Andreas Ivanschitz seinen Stammplatz bei Panathinaikos verloren haben dürfte.

Ivanschitz wird so wie fast alle Legionäre mit Verspätung auf Malta eintreffen. Wenn der Teamchef auch nicht eine ganze Woche mit dem kompletten Kader trainieren kann, so ist das Teamcamp für den früheren Rapid-Meistermacher dennoch von besonderer Bedeutung. "Diese Zeit gilt es zu nutzen. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam trainieren können und ein Spiel haben, auch wenn es schwierige Bedingungen sind, weil die Meisterschaft erst zwei Wochen danach beginnt."

Probegalopp in Malta
Die Partie gegen Malta ist ein Probegalopp für Kaliber wie Frankreich, Ghana oder die Elfenbeinküste, die im Laufe des Jahres noch warten. "Wir haben bewusst starke Gegner ausgesucht, weil wir dann sehen, woran wir noch arbeiten müssen. Ich bin optimistisch, dass wir trotz dieser Gegner das eine oder andere Spiel gewinnen und nicht nur einen Sparring-Partner abgeben werden", sagte Hickersberger und gab die Marschroute für die kommenden Monate vor: "In diesem Jahr gilt es, die Mannschaft, die sich 2006 herauskristallisiert hat, zu verbessern und nach Alternativen zu suchen."

Der Kader des österreichischen Fußball-Nationalteams

Tor:
Jürgen Macho (Kaiserslautern/8 Länderspiele), Helge Payer (Rapid/11), Andreas Schranz (GAK/6), Alexander Manninger (Siena/19)

Abwehr:
Hannes Eder (Rapid/2/0 Tore), Johannes Ertl (Austria/5/0), Ferdinand Feldhofer (Wacker Tirol/12/1), Christian Fuchs (Mattersburg/4/0), György Garics (Napoli/3/1), Martin Hiden (Rapid/37/1), Andreas Ibertsberger (Freiburg/7/1), Mario Majstorovic (GAK/0), Martin Stranzl (Spartak Moskau/35/2)

Mittelfeld:
Rene Aufhauser (Salzburg/36/8), Andreas Ivanschitz (Panathinaikos/26/3), Markus Kiesenebner (Austria/11/1), Christoph Leitgeb (Sturm/7/0), Thomas Prager (Heerenveen/6/1), Yüksel Sariyar (Pasching/4/1), Joachim Standfest (Austria/16/1), Markus Weissenberger (Frankfurt/24/1)

Angriff:
Muhammet Akagündüz (Hellas Verona/9/1), Roman Wallner (Austria/23/5), Roland Linz (Boavista Porto/20/5), Sanel Kuljic (Sion/8/2), Roman Kienast (Ham-Kam/0)

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