Erfolgreiche Rettung von Laborhunden
11.05.2026Tausende Beagle werden in Unternehmen wie Ridglan Farms gezüchtet und anschließend für Tierversuche verwendet bzw an Labore für Versuche verkauft.
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Ihre Standorte liegen zwar oft in Amerika, doch diese beliefern teils auch Labore in der EU, wie ein Fall von 270 amerikanischen Hunden vor einigen Wochen zeigte, die nach Deutschland geliefert wurden.
Ridglan Farms ist einerseits Zuchtunternehmen und beliefert Tierversuchslabore in Amerika mit Hunden. Gleichzeitig führt das Unternehmen auch selbst Versuche durch.
Es steht bereits seit Jahren unter massiver Kritik wegen Missständen der gezüchteten Beagle. Die Missstände und die dadurch entstandenen Proteste nahmen ein Ausmaß an, die das Unternehmen nicht mehr zur Seite schieben konnte. Ermittlungen wurden eingeleitet und Gerichtsverfahren vorbereitet. Ridglan Farms drohte nicht nur ein Imageschaden aufgrund der zahlreichen Missstände, sondern stand kurz davor, auch rechtlich Verantwortung tragen zu müssen – bis sie sich dazu verpflichteten die Zucht und den Verkauf der Tiere bis Ende Juni 2026 zu beenden. Ein großer Erfolg für all jene Tierschützer:innen, die sich ausdauernd seit Jahren für die Hunde einsetzen.
Ridglan Farms wird durch die Vereinbarung aber nicht vollständig geschlossen. Der Forschungsbetrieb bleibt bestehen. Doch die Zucht und der Verkauf der Hunde hat ein Ende. Die Proteste hingegen gehen weiter – denn 2000 Hunde befanden sich bis vor kurzem immer noch vor Ort in winzigen Käfigen und waren wahrscheinlich ebenso für Versuchslabore bestimmt.
Viele Rettungsversuche von tierlieben Menschen wurden veranstaltet. Am 18. April 2026 fand dann die größte Aktion statt. 1000 Menschen versammelten sich vor dem Unternehmen und versuchten die 2000 Hunde zu retten.
Die Polizei reagierte mit Tränengas und Pfefferspray. Weltweit fieberten Menschen mit.
1500 Hunde werden nun befreit.
Die beiden Tierschutzorganisationen „Big Dog Ranch Rescue“ und „Center for a Humane Economy“ Ridglan Farms“ konnten mit dem Unternehmen letzten Endes eine Vereinbarung treffen, die 1500 Hunde freikauft. Wie viel die beiden Tierschutzorganisationen für die Freiheit der Beagle bezahlen mussten, liegt nicht auf. Doch eines ist klar: Diese Großrettung wäre nicht ohne Spenden tierlieber Menschen möglich gewesen.
Eine Aktivistin der Organisation „Direct Action Everywhere“ sagt dazu:
Wir wussten nicht, ob dieser Moment jemals kommen würde, und es ist einfach so schön zu sehen und ein Teil davon zu sein.“
Tierschutzorganisationen haben die ersten Beagle übernommen, medizinisch versorgt und anschließend in Tierheime gebracht. Von dort aus wird für jeden von ihnen ein passendes zu Hause gesucht.
Das erste Mal erleben sie, dass Menschen auch liebevoll sein können.
Die Übergabe erfolgt schrittweise, da viele Hunde erst an ein Leben außerhalb des Labors gewöhnt werden müssen.
Die Tiere haben bisher noch nie die Außenwelt erlebt und müssen ihr Immunsystem erst aufbauen.
„Bringt sie nicht in öffentliche Bereiche, um mit ihnen spazieren zu gehen. Sie sind absolut gegen nichts immun.“
„Wir wollen sicherstellen, dass jeder einzelne dieser Hunde das bekommt, was er braucht - die Zeit, die er braucht und anschließend in die Arme einer liebevollen Familie gebracht wird.“
„Animal Watch“ zeigt auf Instagram die Freude der ersten 300 Hunde, die bereits medizinisch versorgt wurden. Das erste Mal erleben sie frische Luft, Sonne und Gras unter ihren Pfoten.
Die Rettung der 1500 Hunde ist ein großer Erfolg, doch die restlichen 500 müssen vorerst jedoch leider bei Ridglan Farms bleiben. Was mit ihnen geschieht ist ungewiss. Das Unternehmen hat sich zwar verpflichtet, die Zucht und den Verkauf der Hunde zu beenden, testet jedoch selbst auch an den gezüchteten Hunden. Somit besteht die Gefahr, dass sie restlichen 500 Beagle für Versuche verwendet werden. Insidern zufolge ist die Mission aber nicht beendet. Es ist davon auszugehen, dass auch um die restlichen 500 Hunde weit gekämpft wird.
Besonders dem Tierschutzaktivisten Waine Hsung (Säng ausgesprochen) wird großer Dank ausgesprochen, der sich seit Jahren für die Freiheit dieser Hunde eingesetzt und seine eigene Freiheit riskiert hat.
Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 10.05.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 17.05.2026, 18:30 Uhr
Diese emotionale Rettung wurde durch den ausdauernden und unermüdlichen Einsatz von Menschen weltweit möglich. Jede Art von Einsatz hat beigetragen: Jedes Like und jeder geteilte Beitrag hat mehr und mehr Menschen auf die Missstände aufmerksam gemacht, die an den Protesten vor Ort teilnahmen. Jede teilgenommene Person hat den Druck erhöht. Das Medieninteresse stieg und jede Spende hat Tierschutzorganisationen handlungsfähig gemacht, die die Hunde schließlich freikaufen konnten. Jede Art von Einsatz zählt.
Auch Tierschutz Austria setzt sich für eine Reduktion von längst überflüssigen Tierversuchen ein und sammelt derzeit Unterschriften, um Tierversuche für Botox in Österreich zu beenden. Alternative Methoden stehen schon lange zur Verfügung.
Die Rettung der 1500 Beagle zeigt: Jede Person zählt. Unterschreibe die Petition auf tierschutz-austria.at, damit kein Tier mehr für Botox sterben muss.