Tierschutz Austria startet Kastrationsprojekt in Rumänien
26.05.2026Tierschutz Austria hat ein Großprojekt gestartet. Gemeinsam mit der Organisation VetsActive hat Tierschutz Austria aktuell ein großes Kastrationsprojekt in Rumänien umgesetzt.
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In der Stadt Satu Mare im Norden des Landes konnten innerhalb weniger Tage insgesamt 297 Hunde und Katzen kastriert werden. Ziel der Einsätze ist es, langfristig Tierleid zu verhindern und die unkontrollierte Vermehrung von Straßenhunden und Streunerkatzen einzudämmen.
„Kastrationen sind nachhaltiger Tierschutz. Sie verhindern weiteres Leid, bevor es überhaupt entsteht“, erklärt Stephan Scheidl, Tierschutz Grenzenlos-Koordinator und Tierheimleiter von Tierschutz Austria. „Gerade in vielen Regionen Osteuropas ist die Zahl der Straßenhunde und Streunerkatzen enorm. Solche Projekte helfen direkt vor Ort.“
Das Projekt läuft unter dem Namen „Tierliebe grenzenlos“ und wird von Tierschutz Austria bereits seit 2022 unterstützt. Mit insgesamt 15 Teilnehmer:innen war der aktuelle Einsatz der bislang größte. Besonders stolz zeigt sich das Team darüber, dass erstmals auch zwei Lehrlinge von Tierschutz Austria an dem Projekt teilgenommen haben.
„Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement unser Team gearbeitet hat. Dass nun auch junge Menschen aktiv bei internationalen Tierschutzprojekten mitwirken, ist ein starkes Zeichen“, so Scheidl.
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Zum Einsatz kam erneut die mobile Tierklinik von Tierschutz Austria, die innerhalb von rund eineinhalb Stunden vollständig einsatzbereit ist. Trotz der guten Ausstattung ist das Projekt weiterhin auf Spenden angewiesen. Als nächster wichtiger Schritt soll ein Sauerstoffkonzentrator angeschafft werden, um die Beatmung der Tiere während Operationen weiter zu verbessern.
Rumänien kämpft schon seit Jahren gegen streunende Tiere. Vor allem die Hundetötungsstationen, die von Steuergeldern finanziert werden, stehen seit Wochen international in Kritik. Tierschutzaktivist Nathan Goldblatt hat auf System aufmerksam gemacht. Private Unternehmen erhalten pro getöteten Hund rund 400€. Die Zahl der Straßenhunde ist jedoch nicht gesunken, sondern teils sogar gestiegen.
Tierschutzorganisationen fordern daher von der rumänischen Regierung ein Kastrationsprojekt, anstatt grausamer Tötungen. Nur so könne das Problem langfristig gelöst werden.
Tierschutz Austria leistet mit dem Kastrationsprojekt „Tierliebe Grenzenlos“ einen wichtigen Beitrag.