Provinz Hama
250 Tote bei neuem Massaker in Syrien?
Bei Angriffen syrischer Regierungstruppen in der Provinz Hama sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 200 Menschen getötet worden. Oppositionelle Lokale Koordinierungskomitees berichteten in der Nacht auf Freitag von einem Massaker in der Ortschaft Tremseh (Traymseh/Taramseh/Treimsa). Der Hama Revolutionsrat sprach von mehr als 220 Toten in dem sunnitischen Ort. "Sie starben bei Bombardements durch Panzer und Helikopter, Artilleriebeschuss und Exekutionen", hieß es in einer Stellungnahme der oppositionellen Aktivisten.
Chemiewaffen im Einsatz?
Das syrische Regime hat nach einem amerikanischen Zeitungsbericht damit begonnen, Chemiewaffen aus den Lagern zu holen. Die US-Regierung sei deswegen alarmiert, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag. Unklar sei, ob die Waffen vor Aufständischen in Sicherheit gebracht oder einsatzbereit gemacht werden, womöglich auch nur als Drohgebärde, zitiert das Blatt Regierungsvertreter in Washington.
Syrien besitze größere Mengen des Nervenkampfstoffes Sarin und Senfgas. Bei einem Zusammenbruch des Regimes von Staatschef Bashar al-Assad plane Washington, dass Spezialeinheiten aus dem Nachbarland Jordanien die syrischen Chemiewaffenlager sichern, berichtet die Zeitung.