Teure Fehler
Alkohol am Steuer: Hier droht Urlaubern sogar Haft
24.05.2026Die Reise kann schneller teurer werden als gedacht: Viele Urlauber unterschätzen laut ÖAMTC, wie streng Verkehrsregeln im Ausland gehandhabt werden. Vor allem bei Alkohol am Steuer kennen manche Länder kaum Nachsicht.
Wer mit Auto oder Motorrad in den Urlaub fährt, sollte Verkehrsregeln im Ausland nicht unterschätzen. Schon kleine Fehler am Steuer können schnell mehrere hundert Euro kosten. In manchen Ländern drohen bei Alkohol am Steuer sogar Gefängnis oder die Beschlagnahmung des Fahrzeugs.
Während in Österreich meist Geldstrafen drohen, kann es anderswo deutlich ernster werden. In Spanien droht Autofahrern ab 1,2 Promille sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten. Auch Italien greift hart durch: Wer dort mit mehr als 1,5 Promille erwischt wird, riskiert unter Umständen die Beschlagnahmung des Fahrzeugs, sofern dieses dem Fahrer gehört. Bereits geringere Alkoholverstöße können hohe Summen kosten. In Deutschland und Spanien starten die Strafen ab 0,5 Promille bei mindestens 500 Euro. In Italien wird es noch teurer.
Schon kleine Fehler werden teuer
Auch beim Tempo kann es rasch unangenehm werden. In Norwegen etwa kosten schon 20 km/h zu viel mehrere hundert Euro. Wer deutlich schneller unterwegs ist, muss mit vierstelligen Summen rechnen.
Ein weiteres Problem betrifft viele Österreich-Urlauber: offene Parkstrafen. Besonders aus Kroatien würden laut ÖAMTC oft erst Jahre später Zahlungsaufforderungen eintreffen. Deshalb raten Experten dazu, Parktickets gut aufzubewahren und Belege zu fotografieren, im Zweifel über mehrere Jahre.
Handy und Gurt oft teurer als daheim
Auch Telefonieren am Steuer oder fehlendes Anschnallen werden in manchen Ländern deutlich strenger bestraft als in Österreich. In Frankreich und Italien können Handy-Verstöße mehrere hundert Euro kosten. In Griechenland wird selbst das Nicht-Anlegen des Gurts schnell teuer.
Wichtig für Urlauber: Strafzettel aus EU-Ländern einfach zu ignorieren, ist keine gute Idee. Offene Forderungen können auch in Österreich eingetrieben werden und bei der nächsten Einreise unangenehme Folgen haben.