Damaskus

Assad verkündet die Befreiung von Aleppo

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Syriens Präsident Assad verkündet "Befreiung" von Aleppo.

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Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat die umkämpfte Stadt Aleppo für "befreit" erklärt. Mit der "Befreiung" von Aleppo und der Vertreibung der Rebellen aus der zweitgrößten Stadt des Landes würden die Syrer "Geschichte schreiben", sagte Assad in einem am Donnerstag im Internet veröffentlichten Video.

Zuvor hatten Assads Streitkräfte und ihre Verbündeten weitgehend die von den Rebellen gehaltenen Stadtviertel eingenommen. "Mit der Befreiung von Aleppo kann man sagen, dass die Situation sich geändert hat, nicht nur für Syrien, nicht nur für die Region, sondern für die ganze Welt", sagte Assad in dem offenbar mit einem Smartphone aufgenommenen Video. Mit dem Beginn der Evakuierung gebe es ein "Vorher" und ein "Nachher".

Zuvor hatte nach wochenlangen Kämpfen die Evakuierung der Menschen aus den letzten von den Rebellen gehaltenen Stadtvierteln begonnen. Die ersten Zivilisten und Verwundeten verließen die Rebellengebiete in Ost-Aleppo und wurden mit Bussen ins Umland der umkämpften Metropole transportiert.

Beobachter und syrische Militärkreise berichteten, dass ein erster Konvoi mit mehreren hundert Menschen Ost-Aleppo verlassen habe. Angesichts der Lage in der Stadt könnte sich die Evakuierungsmission aber noch länger hinziehen.

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In Ost-Aleppo halten sich noch Zehntausende Menschen auf, von denen viele in zerbombten Häusern untergekommen sind. Wegen einer monatelangen Blockade wird die humanitäre Lage dort immer katastrophaler. Es fehlt akut an Trinkwasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Weil es kaum Strom und Treibstoff gibt, können die Menschen trotz der Wintertemperaturen nicht heizen.

"Ich habe noch nie zuvor dieses Ausmaß menschlichen Leids gesehen", wird die die Leiterin der IKRK-Mission, Marianne Gasser, in einer Nachricht der Organisation auf Twitter zitiert. "Es ist schwer zu fassen, wie die Menschen überlebt haben", fügte der Regionaldirektor des IKRK, Robert Mardini, hinzu.

Mehrere medizinische Hilfsorganisationen haben zu dringender Nothilfe für die Zivilisten aus der umkämpften syrischen Stadt Aleppo aufgerufen. Rund 70.000 Menschen würden im Zuge der Evakuierung aus der Stadt gebracht, teilten insgesamt 17 Organisationen am Donnerstag vor Journalisten in der türkischen Stadt Gaziantep mit. "Die Menschen verlassen Aleppo mit nichts", warnte Mohammed Katub von Syrian American Medical Society (SAMS). "Der Winter ist sehr kalt und wir rechnen damit, dass Menschen durch das kalte Wetter sterben."

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