Nordirland
Ausschreitungen bei Marsch in Belfast
Bei einem traditionellen Protestanten-Marsch in Nordirlands Hauptstadt Belfast hat es am Montagabend gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Anhänger des Oranier-Ordens zogen mit britischen Flaggen und anderen Symbolen der London-treuen Protestanten durch die Stadt.
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Der Oranier-Orden verurteilte die Gewalt und rief zur Ruhe auf. Die Ausschreitungen seien "nicht nur kontraproduktiv, sondern völlig falsch", sagte ein Sprecher der Organisation. "Solche Aktionen stärken nur diejenigen, die unsere Paraden weiter einschränken wollen", warnte der Sprecher.
Angespannter Frieden
London-treue Protestanten und nach einem vereinten Irland strebende Katholiken haben sich in Nordirland lange Zeit gewaltsam bekämpft. Mit dem Friedensabkommen vom Karfreitag des Jahres 1998, das eine Machtteilung zwischen Protestanten und Katholiken vorsieht, wurde der Nordirland-Konflikt weitgehend beendet. Es gibt aber weiterhin Spannungen.