TU-Experte erklärt

Brennstäbe müssen 10 Jahre abkühlen

© EPA
Die Brennstäbe aus Fukushima wurden erst vor Kurzem ausgemustert.
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Verbrauchte Brennelemente müssen für Jahre gekühlt werden, damit keine Temperaturen entstehen, bei denen die Stäbe beschädigt werden und schmelzen.

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Man kann ungefährdet am Beckenrand stehen
Abklingbecken, in denen sich Brennstäbe unter einer acht Meter hohen Wasserschicht befinden, gibt es laut Böck in jedem Atomkraftwerk. Sie werden außerhalb des Druckbehälters, also der inneren Schutzhülle, in einem oberen Stockwerk eingerichtet. So können die Brennstäbe beim Herausnehmen gleich in das Wasserbecken getaucht werden. Normalerweise kann man am Rand des Pools, in dem sich Brennelemente unterschiedlichen Alters befinden, stehen und ohne Strahlungs-Risiko hinunterblicken.

Fukushima-Stäbe sind jünger und gefährlicher
Gefährlich wird es, wenn die Temperatur im Becken steigt. "Es muss sichergestellt sein, dass diese unter 60 Grad bleibt, sonst fängt das Wasser zu kochen an", betonte Böck. Als Folge sinkt der Pegel ab und die Strahlenbelastung steigt soweit an, dass man sich dort nicht mehr ungefährdet aufhalten kann. Die Radioaktivität bleibe aber auf jeden Fall "wesentlich niedriger" als im Reaktorkern mit den aktiven Brennstäben, erklärte Böck. Laut der Internetseite "allthingsnuclear.org" wurden die Brennstäbe in der Anlage Vier von Fukushima Eins erst im Dezember 2010 aus dem Reaktor geholt, was ein höheres Radioaktivitäts-Level zur Folge hat.

Fukushima verbraucht 700 Brennstäbe pro Jahr
Laut Informationen des Betreibers Tepco vom März 2010 sind die Becken in Fukushima Eins bis zu 84 Prozent ausgelastet. Insgesamt verfügt die Anlage inklusive Trockenbehälter über Aufbewahrungsplätze für 450 Prozent des Fassungsvermögens der sechs Reaktoren. Pro Jahr werden in dem AKW etwa 700 Brennstäbe verbraucht.