Erste Wahlergebnisse

Desaster für britische Liberale

06.05.2011

Vor allem im Norden Englands setzte es schwere Verluste.

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Erste Ergebnisse der Regionalwahlen in Großbritannien haben am Freitag auf ein Desaster für die an der Regierung beteiligten Liberaldemokraten hingedeutet. Ob die Wähler sich auch bei der Volksabstimmung über das Wahlsystem im Land, die gleichzeitig stattfand, gegen die Position der Liberalen und damit gegen eine Reform entschieden, war noch unklar. Das Ergebnis wurde am späten Freitagabend (gegen 21.00 MESZ) erwartet.

Schwere Verluste
Die "Lib Dems", die derzeit als kleinerer Partner mit den konservativen Tories die Regierung in London stellen, mussten im Norden Englands schwere Verluste hinnehmen, wie sich nach der Auszählung der ersten Stimmen zeigte. So verloren sie unter anderem in Hull die Führung an die sozialdemokratische Labour-Party. Auch in Sheffield wurden sie von Labour überholt.

Die Liberalen hatten die Reform des uralten britischen Mehrheitswahlsystems als eines ihrer zentralen Ziele mit in die Koalitionsregierung gebracht. Die Tories sind gegen eine Änderung, mussten bei der Volksabstimmung aber mitmachen, um die Liberalen für die Koalition zu gewinnen.

Schwerer Schlag möglich
Sollten sich die Wähler dafür entscheiden, das alte System beizubehalten, das großen Parteien Vorteile gegenüber kleineren verschafft, wäre das ein schwerer Schlag für Liberalen-Chef und Vize-Premier Nick Clegg.

Erste Ergebnisse aus Schottland zeigten einen Aufschwung für die Regionalpartei Scottish National Party (SNP). Es zeichnete sich sogar eine absolute Mehrheit für die auf schottische Interessen fokussierte Partei ab.

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