Bei neuer Strandung

In diesem Land droht Buckelwal "Timmy" die Sprengung

30.04.2026

Eine private Initiative fährt aktuell den Buckelwal "Timmy" zur Nordsee. Dort soll er wieder freigelassen werden. Wenn er wieder strandet, droht ihm in bestimmten Ländern der Tod.

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© APA/dpa/Philip Dulian
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Derzeit reist Buckelwal "Timmy" auf einem wassergefüllten Lastschiff durch dänische Gewässer. Eine private Initiative hat sich gegen den Rat der Wissenschaft entschieden, um den Wal zu retten.

Wo der Wal freigelassen werden soll, ist noch unklar. Laut "Merkur.de" will die private Initiative "Timmy" im nördlichen Skagerrak freilassen. Das Meeresgebiet wird von den Küsten Norwegens, Dänemarks und Schwedens umgeben.

Dänemark lässt gestrandete Wale in Ruhe

Wenn es nach zahlreichen Fachleuten geht, wird der Buckelwal nach seiner Freilassung ertrinken oder wieder stranden. "Timmy" sei zu schwach und krank zum Schwimmen.

Doch was passiert dem Buckelwal, wenn er erneut strandet? Das dänische Umweltministerium erklärt, dass Strandungen "ein natürlich vorkommendes Phänomen" seien. Wale sollten laut dem Umweltministerium "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden. Zum Fall "Timmy" wollten sich die Verantwortlichen gegenüber der "Deutschen Presse-Agentur" nicht äußern.

In Norwegen droht Walen die Sprengung

In Norwegen gibt es ebenfalls klare Anordnungen. Die Leitlinie der norwegischen Fischereidirektion sieht bei einem gestrandeten Großwal, darunter fallen auch Buckelwale, vor, keine Schleppversuche zu unternehmen. Die Tiere können beim Schleppversuch aufgrund ihres enormen Gewichts verletzt werden und somit aus Tierschutzgründen unterlassen werden.

Die Behörde hat für diese Situationen Empfehlungen. Ein gestrandeter Wal soll entweder am Strand sterben gelassen oder getötet werden. Dabei sollen Granaten, Sprengstoffe oder großkalibrige Waffen verwendet werden. Medikamentöse Methoden sind nicht genügend entwickelt. Zusätzlich darf nichts an einem Wal unternommen werden, wenn keine Genehmigung der Fischereidirektion vorhanden ist.

Schweden ohne klare Richtlinien

In Schweden gibt es keine klare öffentliche Richtlinie. Im Mai 2017 strandete ein Langflossen-Grindwal an der Küste der Insel Tjörn (nördlich von Göteborg). Das Tier wurde wieder ins Wasser geschoben. Später strandete er wieder an einem Strand. Dabei war er schon tot.

Sein Leichnam wurde von Wissenschaftlern des Deutschen Meeresmuseums in enger Zusammenarbeit mit schwedischen Forschern geborgen. Das Tier wurde vermessen und seziert. Die Knochen wurden nach Stralsund gebracht.