Walgesänge
Neue Strategie im Kampf um Buckelwal Timmy
11.04.2026Das Drama um Buckelwal Timmy geht in die nächste Runde. Mit einem ungewöhnlichen Plan und Walgesängen vom Band will man das geschwächte Tier wieder zur Bewegung motivieren.
Am Freitag erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus, dass die Hoffnung für das Tier zuletzt stirbt und er den Wal persönlich "Hope" (dt. Hoffnung) nenne. Seit elf Tagen sitzt der Wal nun schon auf einer Sandbank fest, doch am vergangenen Mittwoch gab es erste kleine Fortschritte: Timmy bewegte seine Flosse und schob sich ein kurzes Stück vorwärts. Dennoch bleibt die Lage kritisch, da sein Gewicht massiv auf die inneren Organe drückt.
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Um Timmy zu retten, setzen die Experten nun auf Musik. Laut "Bild"-Bericht sollen in Absprache mit US-Meeresbiologen dem Buckelwal Gesänge anderer Wale vorgespielt werden. Das Ziel ist klar: Timmy muss eine ganze "Strophe" singen, was mindestens zwei Minuten Dauer entspricht. "Die lang anhaltenden Geräusche, die man bisher hörte, sind kein Singen, sondern Stöhnen oder Weinen", sagt der Minister. Ein echter Gesang wäre hingegen das Zeichen, dass der Wal wieder zu Kräften gekommen ist und eine aktive Rettung gewagt werden kann.
Fehlender Wasserstand stoppt Rettung
Trotz der Pläne gibt es ein massives Hindernis: Es fehlen derzeit noch 30 Zentimeter Wasserstand für eine problemlose Bergung. Falls das Wetter umschlägt und der Pegel steigt, liegt bereits ein Konzept bereit, um das Tier mit Booten anzuschieben oder anzuheben. Aktuell beschränkt man sich jedoch auf "palliative Maßnahmen", sagt Backhaus. Es werde ständig überprüft, ob die Haut des Wals durch den Wellengang oder durch Regen noch feucht ist. Wenn nicht, dann setzt die Freiwillige Feuerwehr eine Sprinkleranlage ein.