Ukraine mi Boykott

Eklat in Mailand & Cortina: Russen dürfen unter eigener Flagge antreten

18.02.2026

Das ukrainische Team wird wegen der Zulassung russischer Sportler unter eigener Flagge bei den Paralympics in Italien nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen.

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Sportminister Matwij Bidnyj rief andere Länder dazu auf, sich dem Boykott offizieller Zeremonien anzuschließen. Es sei eine "unerhörte Entscheidung" der Organisatoren, Athletinnen und Athleten aus Russland mit nationalen Symbolen an den Winterspielen der Behindertensportler teilnehmen zu lassen, schrieb Bidnyj auf X.

Die Ukraine wehrt sich seit vier Jahren gegen eine russische Invasion. Vor diesem Hintergrund dürfen bei den Olympischen Winterspielen erneut nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge dabei sein. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte dagegen im vergangenen September überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben.

Kurz vor dem Beginn der Paralympics am 6. März bestätigte das IPC nun, dass sechs Startplätze an russische Athleten vergeben worden seien. Belarus darf vier Teilnehmer entsenden. Die endgültige Entscheidung für eine Zulassung zu den Wettbewerben liege bei den italienischen Organisatoren und Behörden, teilte das IPC mit.

Außenminister wünscht sich Boykott von weiteren Ländern

"Es ist moralisch und politisch falsch, die Flaggen von Aggressorstaaten bei den Paralympischen Spielen zuzulassen, während Russlands Krieg gegen die Ukraine weiter tobt", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X. Er betonte: "Sport muss für Fairness, Würde und Respekt stehen. Er darf nicht zur Bühne für Regime werden, die genau diese Werte mit Füßen treten." Daher habe er die ukrainischen Botschafter angewiesen, auch andere Länder von einem Fernbleiben von der Eröffnungsfeier zu überzeugen.

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