Gefährliche Mutante
Europa zittert vor Delta-Variante
Wien. In Lissabon sorgt die Delta-Variante für eine Abriegelung (Lockdown) bis Montag. Dabei galt Portugal noch vor wenigen Wochen als Pandemie-Bezwinger. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag da bei sechs.
Seit aber der Tourismus geöffnet wurde – viele Briten waren etwa zu Besuch –, breitet sich die Delta-Variante dort aus. Die Mutante ist um 60 Prozent ansteckender als die Alpha-Variante (B.1.1.7), die wiederum schon um 35 Prozent ansteckender war als die Wildvariante, mit der die Welt im vergangenen Sommer konfrontiert war.
Länder-Check. Und genau das wird nun für ganz Europa zum Problem:
- In Großbritannien hat sie bereits zu einem extrem starken Anstieg – trotz weit höherer Impfquote als im EU-Raum – und zur Verschiebung der Lockerungen geführt.
- In Russland, wo sie sich fatal ausbreitet, sorgt sie nun ebenfalls für neue Verschärfungen angesichts von Rekordanstiegen an Neuinfektionen.
- In Frankreich geht man von vier Prozent der Variante aus – Tendenz steigend –, in Deutschland von bis zu sechs Prozent.
US-Gesundheitsbehörde warnt vor Delta-Variante
Sorge. Auch in den USA – dort beträgt die Variante bereits zehn Prozent der neuen Corona-Fälle – wird vor der Ausbreitung und neuen Problemen gewarnt.
Die Mutante dürfte nicht nur infektiöser, sondern auch aggressiver sein.
Die mRNA-Impfstoffe dürften zwar wirksam gegen die Varianten sein, allerdings nur nach vollständiger Impfung. Vor allem für Ungeimpfte ist sie die bislang gefährlichste Corona-Variante von allen. Und bedroht den Sommer.