Norwegen

Explosion an US-Botschaft in Oslo: War es ein Anschlag?

08.03.2026

Nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo hält die norwegische Polizei einen gezielten Anschlag im Zusammenhang mit der aktuellen Sicherheitslage und damit dem Iran-Krieg der USA und Israels für möglich.  

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Man fahnde weiter nach einem oder mehreren Tätern, habe aber noch keine Verdächtigen, teilten die Behörden am Sonntag mit. Die Sicherheitsvorkehrungen für die US-Vertretung sowie Einrichtungen der jüdischen Gemeinde und der iranischen Diaspora würden verstärkt.

Es sei ein "inakzeptabler Vorgang, den wir sehr ernst nehmen", sagte Norwegens Justizministerin Astri Aas-Hansen der Nachrichtenagentur NTB. Die Explosion ereignete sich ersten Erkenntnissen zufolge an einem der Eingänge der Botschaft, verletzt wurde niemand. "Die Rettungskräfte waren mit zahlreichen Kräften vor Ort", teilte die Polizei mit. Auf einer Pressekonferenz am Sonntag sagten die Beamten, es gebe noch keine Verdächtigen. Es werde eng mit der amerikanischen Botschaft zusammengearbeitet, hieß es.

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Die Explosion in der Nacht auf Sonntag gegen 01.00 Uhr Ortszeit verursachte leichten Sachschaden. Der Vorfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Zeugen berichteten von "aufsteigendem Rauch" und einem "lauten Knall".

Ermittlungen zu Hintergründen und Tätern laufen noch

"Wir haben drei Explosionen gespürt, die den Boden zum Beben brachten", sagte Kristian Wendelborg Einung, der mit Freunden in der Nähe der US-Botschaft auf ein Taxi wartete, gegenüber dem Fernsehkanal TV2. Ähnlich äußerten sich weitere Passanten im Gespräch mit Vertretern der norwegischen Zeitung "Verdens Gang".

Ein Bombenkommando sei vor Ort, Ermittler untersuchten den Tatort, befragten Zeugen, während Diensthunde, Drohnen und Hubschrauber an der Suche "nach einem oder mehreren potenziellen Tätern" beteiligten waren, ließ die Polizei nach Bekanntwerden der Vorkommnisse wissen.

Eine Stellungnahme der US-Vertretung lag zunächst nicht vor. Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran sind die US-Vertretungen in der Nahost-Region in Alarmbereitschaft. Mehrere Botschaften waren bei iranischen Gegenschlägen angegriffen worden.