Agentin rief Papa an

FBI schlug nach Telefonat von 00Sex zu

12.07.2010

Ein Treffen mit einem FBI-Mann erweckte bei der schönen Spionin Misstrauen - und sie rief ihren Vater in Moskau an.

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Die schöne Spionin Anna Champan hat offenbar durch einen Anruf bei ihrem Vater in Moskau die US-Behörden dazu gebracht, den russischen Spionagering in den USA auszuheben. Wie die "Washington Post" berichtete, hatte Chapman ihren Vater nach einem Treffen mit einem verdeckt arbeitenden Agenten der US-Bundespolizei FBI im Juni angerufen. Das Treffen erweckte bei Chapman offenbar Misstrauen. Champans Vater ist Mitarbeiter des Außenministeriums und Veteran des früheren sowjetischen Geheimdienstes KGB.

FBI schlug zu
Das FBI, das den Anruf dem Bericht zufolge mithörte, befürchtete, der russische Auslandsgeheimdienst SWR könne seine Agenten auffordern, aus den USA zu fliehen. Das FBI plante, Chapman und den mutmaßlichen Agenten Michail Semenow über Informanten zu Taten zu verführen, die eine Anklage nicht nur wegen geheimen Informationsaustauschs mit russischen Diplomaten ermöglichen würden.

Die US-Ermittler entschlossen sich zudem zur Festnahme der zehn mutmaßlichen Agenten, weil einer von ihnen, Richard Murphy, eine Reise zum SWR-Hauptquartier in Moskau antreten sollte. Das FBI befürchtete, nach Chapmans Anruf könnte der SWR Murphy nicht wieder in die USA zurückreisen lassen.

Agenten jahrelang im Visier
Die US-Ermittler hatten die Agenten vor der Festnahme bereits jahrelang im Visier. Es war darüber gerätselt worden, warum die Ermittler ausgerechnet Ende Juni zuschlugen. Der russische Spionagering, der seit den 90er Jahren für den Kreml in den USA spioniert haben soll, war Ende Juni aufgedeckt worden. Im Zuge des ersten Agentenaustausches zwischen den USA und Russland seit dem Ende des Kalten Krieges wurden die Agenten am Freitag auf dem Flughafen Wien-Schwechat gegen vier wegen "Kontakten mit westlichen Geheimdiensten" verurteilte Häftlinge ausgetauscht.

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