Kuriose Aktion

Handtasche aus echter Katze versteigert

21.09.2016

Eine kuriose Auktion sorgt für Aufregung im Internet.

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© Screenshot/Trademe
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Auf dem Online-Portal "Trademe" wurde eine Handtasche aus Katzenfell inklusive Katzenkopf für 545 Dollar verkauft. Die kuriose Auktion teilt die Meinungen der Internet-User.

Lob und Entsetzen

"Ich liebe deine Arbeit, sie ist wunderschön!", schrieb ein User. "Das ist großartig. Machst du auch Hunde? Der Hund meines Nachbarn wäre eine schöne Tasche...", kommentierte ein weiterer. Doch auch Kommentare wie "Das ist krank! Ich liebe Tiere und das ist ekelhaft!" rief die Auktion hervor.

Wie "stuff.co.nz" berichtet, sei der Kater überfahren worden. Claire Third aus Neuseeland habe das Tier am Straßenrand gefunden. Nachdem sie monatelang in Suchanzeigen nach den Besitzern gesucht habe, habe sich die Künstlerin ans Werk gemacht.

Keine Tier-Hasserin

Das Handwerk von Third sei das Präparieren, die Frau stopfe Tiere mit Leidenschaft aus berichtet die Zeitung. Sie könne den Vorwurf, dass sie den Kater seiner Würde berauben würde, nicht nachvollziehen: "All die Zeit, die für die Gerbung und das Formen benötigt wird, zeigt den größtmöglichen Respekt für das Tier", erklärt sie. Sie wolle das Surreale dreidimensional erfassbar machen.

Eine Tier-Hasserin sei die Künstlerin keinesfalls. Sie liebe ihre lebendigen Hunde genauso sehr, wie ein zweiköpfiges geflügeltes Katzenwesen, das sie erschaffen habe. Auch eine Mischung aus einer graugetigerten Katze und einem Vogel gebe es in ihrer Wohnung. Die Tiere, die sie präpariert, erhält sie meist von Zoos oder findet sie auf der Straße, berichtet "stuff.co.nz".

Trend

In Neuseeland gelten ausgestopfte Tiere zurzeit als trendy. "Menschen, die hinter Computerbildschirmen leben, suchen wieder nach Verbindungen zur Realität", erklärte die Präparatorin Maria Henare laut "tz.de".

Einer anonymen Person war die Tasche nun ganze 545 Dollar wert. Ob sie sich jedoch mit dem Teil in der Öffentlichkeit zeigen wird? In Neuseeland ist das Tragen von präparierten Tieren jedenfalls im Gegensatz zu Europa nicht verboten...

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