Teheran
Irans Führer droht – „Amerikaner gehören auf den Meeresboden“
30.04.2026
Scharfe Töne aus Teheran: Irans oberster Führer lässt mit drastischen Drohungen aufhorchen. In einer im Fernsehen verlesenen Rede richtet sich Mojtaba Khamenei direkt gegen die USA. Die Spannungen in der Golfregion spitzen sich weiter zu.
Die iranische Führung kündigte an, ihre Atom- und Raketenkapazitäten entschlossen zu schützen. „Neunzig Millionen iranische Bürger im In- und Ausland betrachten alle Atom- und Raketenfähigkeiten als nationales Gut und werden sie wie ihre See-, Land- und Luftgrenzen verteidigen“, hieß es in der verlesenen Ansprache von Mojtaba Khamenei.
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Massive Drohung gegen US-Präsenz
Gleichzeitig verschärfte Teheran den Ton gegenüber den USA deutlich. Zwei Monate nach dem „größten Militärangriff und der Aggression der Weltbullys“ sowie „nach dem beschämenden Scheitern Amerikas mit seinem Plan“ beginne ein neues Kapitel für den Persischen Golf und die Straße von Hormuz. Besonders brisant: „Außenstehende, die aus Tausenden Kilometern Entfernung kommen und dort Unruhe stiften, haben keinen Platz unter uns – außer auf dem Grund seiner Gewässer.“
Neue Machtansprüche im Golf
Die Islamische Republik sehe sich eng mit den Nachbarstaaten in den Gewässern des Persischen Golfs und des Golfs von Oman verbunden. Khamenei sprach von einer „neuen Ära“ in der strategisch wichtigen Region, ausgelöst durch den Konflikt mit den USA und Israel. Die verlesene Ansprache erfolgte anlässlich des Tags des Persischen Golfs, der jährlich im Iran am 30. April begangen wird.
Führer bleibt weiter verschwunden
Auffällig: Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer des Irans vor knapp zwei Monaten ist Mojtaba Khamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Laut Aussage der US-Regierung ist er verletzt. Nähere Informationen gibt es nicht.
Parallel dazu geraten die diplomatischen Bemühungen ins Stocken. US-Präsident Donald Trump erklärte zuletzt, es habe zwar Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei jedoch noch nicht erreicht. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte.