Super-Wahlsonntag

Wahlbeben schockt Merkel

© Reuters
Herbe Verluste für die CDU in allen drei Bundesländern - AfD in Sachsen-Anhalt über 20 Prozent - Grüne feiern historischen Sieg in Baden-Württemberg.
Zur Vollversion des Artikels

Nach dem starken Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind schwierige Regierungsbildungen zu erwarten: In allen drei deutschen Bundesländern führten die regierenden Ministerpräsidenten zwar ihre Parteien zu Wahlsiegen. Doch in keiner der Landeshauptstädte kann die bisherige Regierungskoalition ihr Bündnis unverändert fortsetzen.

OE24-News-Beitrag: Alles über die Wahl in Deutschland


Spitzenpolitiker im Bund zeigten sich besorgt über das starke Abschneiden der AfD. Jetzt sei "das demokratische Zentrum in Deutschland herausgefordert", sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Ursula von der Leyen forderte in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, in den Landtagen müsse die AfD nun als "dumpfe Dagegen-Partei" demaskiert werden.

AfD-Chefin Frauke Petry feierte das Abschneiden ihrer Partei. Die Ergebnisse zeigten, "dass sich die Wähler von etablierten Parteien abwenden". Angesichts der in allen drei Ländern gestiegenen Wahlbeteiligung sagte Petry: "Wir haben die Bürger zurück an die Wahlurnen geholt."

Die CSU machte die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundesregierung für die Verluste ihrer Schwesterpartei CDU verantwortlich und forderte einen Kurswechsel. "Die einzig logische Konsequenz aus den Ergebnissen ist eine deutliche Kurskorrektur in der Flüchtlingspolitik", erklärte der Vizevorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans Michelbach.


Zum Nachlesen: Der Wiederaufstieg der AfD

oe24 berichtete mit einem LIVE-Ticker von den Ereignissen. Hier gibt es alle Infos des Super-Wahl-Sonntags zum Nachlesen: