Irak

Rauchender Affe aus Zoo befreit

© AFP
Der Schimpanse Manno findet nun Schutz in einem Reservat in Kenia.
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Die Zoobesucher fanden es lustig: Ein Affe, der raucht! Nicht nur Zigaretten steckten sie Manno zu, sie fütterten ihn auch mit Süßigkeiten und Limonade und fotografierten ihn in Kinderkleidung. Nachts wurde der Schimpanse in dem privaten Tierpark im irakischen Dohuk in einen engen Käfig gesperrt. Nun haben Tierschützer der Quälerei ein Ende gesetzt.

Neue Heimat
Sie brachten den vier Jahre alten Affen in ein Schimpansenreservat in Kenia. Auf der Fahrt von Dohuk zum Flughafen in Erbil seien sie an der umkämpften Stadt Mossul vorbeigekommen, berichtet Tierschützer Daniel Stiles von der Organisation Pegas nach der Rettungsaktion. Nach mehrtägiger Reise in einer Holzkiste erreichte Manno Ende November das Reservat Ol Pejeta am Fuß des Mount Kenya, wo Tierfreunde sich seit 1993 um die gefährdete Affenart kümmern.

In seinem neuen Zuhause schaukelt Manno an Seilen, spielt mit Stofftieren und Bällen. "Eine Weile lang muss er noch in Quarantäne bleiben", sagt Tierarzt Stephen Ngulu. Wenn sicher ist, dass der Neuankömmling keine ansteckenden Krankheiten hat, wird er langsam an das Leben mit seinen 36 Artgenossen in dem einen Quadratkilometer großen Reservat gewöhnt.