Einigung mit Regime

Rebellen: Zivilisten dürfen Ost-Aleppo verlassen

13.12.2016

Jetzt einigen sich Rebellen überraschend mit Regime auf einen Abzug.

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© AFP
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Rebellen in Ost-Aleppo haben sich nach eigenen Angaben mit der syrischen Regierung auf einen Abzug aus der erbittert umkämpften Stadt geeinigt. Zivilisten und einigen Kämpfern werde es erlaubt, die Stadt zu verlassen, sagte ein Sprecher der wichtigen Rebellengruppe Nur al-Din al-Sinki der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Unter Vermittlung Russlands und der Türkei sei eine Einigung "für die Evakuierung von Zivilisten und Kämpfern aus den belagerten Vierteln von Ost-Aleppo" zustande gekommen, sagte Jasser al-Jussef von der Rebellengruppe Nurredin al-Sinki am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Evakuierung "in den nächsten Stunden"

Die Evakuierung solle "in den nächsten Stunden" umgesetzt werden, sagte al-Jussef. Kämpfer sollten die Stadt mit leichten Waffen verlassen können. Noch sollen nach Angaben von Hilfsorganisationen etwa 100.000 Menschen im Osten Aleppos eingeschlossen sein.

Aus syrischen Regierungskreisen hieß es, dass die Rebellen am Mittwoch die verbliebenen Stadtviertel im Osten räumen würden. Die Unterhändler bestünden darauf, dass die Rebellen vor dem Abzug ihre Waffen ablegten. Der Rebellensprecher sagte allerdings, dass den Kämpfern ein Abzug mit ihren persönlichen Waffen erlaubt sei.

Offensive auf Rebellen-Viertel

Mitte November hatte die Armee von Präsident Bashar al-Assad zusammen mit Verbündeten eine Offensive auf die von den Rebellen kontrollierten Viertel im Osten begonnen. Unter schwerem Artilleriefeuer und mit Hilfe russischer Luftangriffe gelang es der Armee, Viertel um Viertel zurückzuerobern. Bereits seit dem Sommer war der Ostteil der ehemaligen Handelsmetropole von der Armee umzingelt worden und so gut wie von der Außenwelt abgeschnitten.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren in den vergangenen Tagen mehr als 40.000 Menschen aus den umkämpften Gebieten geflohen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Syrien sprach zuletzt von katastrophalen Zuständen. Es habe demnach keine medizinische Versorgung mehr gegeben. Die Menschen hätten sich teilweise tagelang versteckt, ohne Wasser und Nahrung.

Aleppo war lange Zeit eine der am heftigsten umkämpften Städte im syrischen Bürgerkrieg. Bereits kurz nach Beginn der Kämpfe im Jahr 2012 eroberten verschiedene Rebellengruppen Stadtviertel im Osten der Stadt, während westliche Viertel vom syrischen Regime kontrolliert wurden.

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