Sanierung
Sturmfluten reißen Sand weg: Urlaubsort muss Strände jetzt neu aufbauen
29.03.2026In Lignano laufen die Vorbereitungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Nach heftigen Sturmfluten müssen riesige Mengen Sand neu aufgeschüttet werden, um die Strände für Urlauber zu retten.
Derzeit prägen Bagger und Lastwagen das Bild an den Küstenabschnitten von Lignano, da die schweren Sturmfluten im Winter, insbesondere Ende Februar, massive Schäden angerichtet haben. Allein in Pineta wurden rund 20.000 Kubikmeter Sand ins Meer gespült, weshalb die Arbeiter nun unter Hochdruck daran arbeiten, das Areal wieder „aufzufüllen“.
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Sandmassen für den Sommer
Während sich erste Touristen bereits in der Sonne entspannen, wird der echte Strandbetrieb erst im Mai voll anlaufen. Bis dahin dienen riesige Dünen als natürliches Reservoir, um die Erosion auszugleichen. Zusätzlich wurden nahe dem roten Leuchtturm weitere 30.000 Kubikmeter Sand ausgebaggert. Man setzt darauf, dass bis Mitte April durch Wind weitere Mengen auf natürliche Weise angeweht werden. Auch in Sabbiadoro sind noch etwa einen Monat lang Lastwagen im Einsatz, um die Strände rechtzeitig in Form zu bringen.
Hightech gegen die Wellen
Ein neues Forschungsprojekt der Gesellschaft Lignano Pineta und des Nationalen Instituts für Ozeanografie und Experimentelle Geophysik (OGS) aus Triest soll künftig helfen, die Küste besser zu schützen. Eine Radarstation dokumentiert dafür Meeresströmungen und den Windgang. Giorgio Ardito, Präsident der Gesellschaft Lignano Pineta, erklärt: „Auf einem Server werden Informationen über die Kraft der Wellen gespeichert, die an der Küste, am Strand ankommen. Insbesondere während der Sturmfluten.“
Pläne für die Zukunft
Das Vorhaben ist in das Netzwerk „Plattform Golf von Triest“ eingebunden und untersucht unter anderem die Errichtung von Unterwasser-Barrieren. Diese sollen nicht nur die Erosion bremsen, sondern auch die Fauna und Flora der nördlichen Adria stärken. Der offizielle Baubeginn für diese Schutzmaßnahmen ist für das Jahr 2028 geplant.