Kampf gegen Super-GAU

Tepco sucht Freiwillige für AKW Fukushima

© EPA
Der AKW-Betreiber bietet einen Stundenlohn von umgerechnet 3.500 Euro.
Zur Vollversion des Artikels

Der Kampf gegen den Super-GAU im havarierten AKW Fukushima wird immer verzweifelter. Nach weiteren Rückschlägen ist Betreiberfirma Tepco immer verzweifelter auf der Suche nach neuen Arbeitern, die tief in die extrem verstrahlten Bereiche des Geländes vordringen. Bis zu 3.500 Euro bietet Tepco Freiwlligen pro Stunde.

Die sogenannten "Jumpers" haben spezielle Aufgaben, für die in anderen AKWs Roboter verwendet werden. Aufgrund der starken Zerstörung ist das in Fukushima aber nicht möglich. Die Freiwlligen müssen beispielsweise das Ende einer Pumpe zu dem radioaktiven Wasser bringen, sie hineinwerfen und dann so schnell wie möglich wieder rausrennen, erklärt Tepco. Je nachdem, wie hoch die Strahlenbelastung ist, kann man auch mehrmals eingesetzt werden.

Radioaktives Wasser ins Meer
Weiters wird Tepco 11.500 Tonnen radioaktiv kontaminiertes Wasser ins Meer leiten. Es handelt sich um Wasser, das sich in den schwer beschädigten Anlagen angesammelt hat.

Verstrahlung des Pazifik befürchtet
Die japanische Regierung befürchtet katastrophale Auswirkungen für den Pazifik, wenn weiterhin radioaktiv verstrahlte Substanzen aus dem havarierten AKW Fukushima ins offene Meer strömen. "Wir müssen die Ausbreitung in den Ozean so bald wie möglich stoppen", sagte Edano weiter.