Ölblockade
Trump macht Druck - jetzt bestätigt Kuba Gespräche
13.03.2026Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel hat Gespräche mit US-Regierungsvertretern inmitten der seit Monaten anhaltenden Ölblockade bestätigt
"Diese Gespräche zielen darauf ab, im Dialog Lösungen für die bilateralen Differenzen zwischen beiden Nationen zu finden", sagte Diaz-Canel am Freitag im staatlichen Fernsehen. Sie befänden sich noch in der Anfangsphase. Man wolle herausfinden, ob beide Seiten den Willen zu einer Einigung hätten. Kuba sei zu weiteren Verhandlungen bereit.
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Die Gespräche finden vor dem Hintergrund einer schweren Wirtschaftskrise statt, die von häufigen Stromausfällen und Treibstoffmangel geprägt ist. Verschärft wird die Lage durch eine von US-Präsident Donald Trump verhängte Ölblockade gegen die Karibikinsel. Seit drei Monaten sei kein Kraftstoff mehr ins Land gekommen, sagte Diaz-Canel. Sinkende Diesel- und Heizölreserven hätten das Stromnetz zunehmend "instabil" gemacht. Dem solle mit einer stärkeren heimischen Rohöl- und Gasproduktion begegnet werden. Der Präsident hatte Anfang Februar gewarnt, Kuba nähere sich einer Situation, die "extreme Maßnahmen" erfordern könnte.
Häftlinge kommen frei
Kuba will in den kommenden Tagen nach einer Vereinbarung mit dem Vatikan 51 Häftlinge freilassen. Die Entscheidung sei im Geiste des guten Willens und der engen Beziehungen zum Vatikan gefallen, teilte das Außenministerium zuvor in Havanna mit. Alle Betroffenen hätten einen bedeutenden Teil ihrer Strafe verbüßt und sich im Gefängnis gut geführt. Menschenrechtsgruppen zufolge hält die kommunistische Regierung jedoch Hunderte politische Gefangene fest. Es war zunächst unklar, ob sich unter den 51 zur Freilassung vorgesehenen Personen auch politische Häftlinge befinden.
Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der die Regierung unter massivem Druck der USA steht. Zudem haben die USA im Jänner den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro festgenommen, der als wichtigster ausländischer Unterstützer Kubas galt. Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, Kuba stehe vor dem Zusammenbruch. Montag sprach er von einer möglichen "freundlichen Übernahme", fügte jedoch hinzu: "Es könnte aber auch eine unfreundliche Übernahme werden." Die kubanische Regierung wies jede Andeutung zurück, sie handle unter dem Druck der USA. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt.