ÖSTERREICH traf Flüchtlinge in Wien
25.000 in Österreich: ›Endlich in Sicherheit‹
Wien. „Wir bereiten uns auf einen gigantischen Ansturm vor“, meint ein Vertreter der Caritas am Wiener Hauptbahnhof. Von Tag zu Tag kommen immer mehr Ukrainer nach Österreich. Hungrig, erschöpft, müde. Für die Erstversorgung ist gesorgt, Wasser, Früchte und Feldbetten stehen bereit. Die meisten verstehen kein Englisch, brauchen einen Dolmetscher. So auch Natalia Ivanova. Die 53-Jährige ist taubstumm, flüchtete alleine aus Kiew. Zu fünft machte sich Lesa Perekalska (31) aus Rovno auf den Weg nach Wien, gemeinsam mit ihren Kindern Artem (12), Diana (11), Denis (6) und Karina (2). „Wir waren drei Tage unterwegs. Die Kinder haben so einen Hunger. Ich will einfach schlafen, die letzten Tage waren so stressig“, berichtet Lesa. „Österreich ist ein demokratisches, sicheres Land. Hier fühlen wir uns gut aufgehoben.“
Willkommen. Bislang flüchteten fast 1,5 Millionen Menschen aus der Ukraine, rund 25.000 kamen nach Österreich. Aber viele von ihnen, rund 80 Prozent, reisen weiter. Die, die bleiben (bislang rund 5.000), sind willkommen. In allen Bundesländern gibt es Schlafmöglichkeiten und Schutzeinrichtungen. Innenminister Gerhard Karner: „Ich danke den Ländern, den Gemeinden und den Zivil- und Blaulichtorganisationen für die exzellente Zusammenarbeit. Hier wird in diesen Tagen Herausragendes geleistet.“
Hilfe. Nicht nur in Österreich, sondern auch aus Österreich heraus wird geholfen: Morgen tritt die insgesamt 4. Hilfs-Lkw-Ladung mit 1.500 Hygienepaketen die Reise Richtung Lwiw an.