US-Wahlen
Ring frei für Romney gegen Obama
Noch einmal hatte er die ganz große Bühne für sich, noch einmal konnte er sich vor laufenden Kameras der wichtigen Fernsehsender als bedeutender Politiker und Staatsmann präsentieren. Dann war die Show für den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum endgültig vorbei. Umringt von seinen Töchtern und seiner zu Tränen gerührten Frau Karen nahm der Ultrakonservative Abschied von seinen Ambitionen aufs Weiße Haus. "Wir haben über das Wochenende eine Entscheidung getroffen (...) dieses Präsidentschaftsrennen ist für mich vorbei."
Der 53-Jährige wusste, dass sein Ausstieg viel mehr bedeutet als die bloße Aufgabe eines Lebenstraums. Es war nach erster Einschätzung von Experten der entscheidende Schritt zur Rettung seiner politischen Karriere. Denn je länger das Vorwahlrennen der Republikaner dauerte, je mehr er sich weigerte, Platz für den Favoriten Mitt Romney zu machen, desto ungeduldiger zeigten sich die Parteioberen mit ihm. Ein prominenter Republikaner nach dem anderen stellte sich klar hinter Romney - doch Santorum beharrte zum Leidwesen der "Grand Old Party" (GOP) auf seinen Außenseiterchancen.