Wegen Iran
Das passiert in Nordkorea, wenn Kim Jong-un getötet wird
11.05.2026
Nordkorea hat seine Verfassung geändert. Wenn der Diktator Kim Jong-un von einem ausländischen Gegner getötet wird, muss das Militär einen nuklearen Vergeltungsschlag ausführen.
Laut der britischen Tageszeitung "The Daily Telegraph" soll die Änderung der Verfassung eine Reaktion auf die Tötung von Ali Chamenei, dem obersten Führer des Iran, sein. Er wurde mit vielen seiner engsten Berater bei Luftangriffen zu Beginn der US-amerikanisch-israelischen Angriffe getötet.
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Wie es nun im überarbeiteten Artikel 3 des nordkoreanischen Nukleargesetzes lautet: "Sollte das Kommando- und Kontrollsystem über die Nuklearstreitkräfte des Staates durch Angriffe feindlicher Kräfte gefährdet werden …, ist automatisch und unverzüglich ein Nuklearschlag auszuführen."
"Der Iran war der Weckruf"
Gegenüber der britischen Zeitung erklärt Professor Andrei Lankov, ein russischer Professor für Geschichte und internationale Beziehungen an der Kookmin-Universität in Seoul: "Das mag schon früher Politik gewesen sein, doch nun, da es in der Verfassung verankert ist, hat es an Gewicht gewonnen. Der Iran war der Weckruf. Nordkorea hat die bemerkenswerte Effizienz der US-amerikanisch-israelischen ‚Decapitation‘-Angriffe gesehen, durch die der Großteil der iranischen Führung sofort ausgeschaltet wurde, und muss nun in Angst und Schrecken versetzt sein."
Die Änderung wurde auf der ersten Sitzung der 15. Obersten Volksversammlung verabschiedet. Die Eröffnung fand am 22. März in Pjöngjang statt. Hochrangige Mitglieder der Regierung wurden am Donnerstag durch den Nationalen Geheimdienst (NIS) informiert.