Nach Erdbeben

Innenstadt L'Aquilas wieder zugänglich

19.06.2009

Zweieinhalb Monate nach dem verheerenden Erdbeben, bei dem 294 Menschen ums Leben gekommen sind, ist die Innenstadt der Abruzzen-Haupstadt L'Aquila wieder den Bürgern zugänglich.

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Ab dem kommenden Sonntag soll wieder das Gebiet rund um den Domplatz zugänglich sein, die Geschäfte können wieder öffnen, kündigte der Bürgermeister L'Aquilas, Massimo Cialente, am Freitag an. Die Innenstadt wird vorerst nur Fußgängern offen stehen.

"Ich hatte mir schon lange eine Fußgängerzone im Stadtzentrum gewünscht", meinte der Bürgermeister ironisch. Obwohl nur ein Teil der Innenstadt wieder geöffnet werde, sei dies ein Zeichen des Neubeginns für die Stadt, in der immer noch 36.000 Personen in Zelten leben.

Vorbereitung auf G8-Gipfel
Inzwischen bereitet sich L'Aquila auf den G8-Gipfel vom 8. bis 10. Juli vor. Die Regierungschefs der G-8 werden in einer Polizeiakademie in L'Aquila tagen. Ursprünglich war das Gipfeltreffen auf Sardinien geplant. Aus Solidarität zu der vom Erdbeben stark betroffenen Stadt kündigte Regierungschef Silvio Berlusconi eine Verlegung des Treffens nach L'Aquila an.

Rund 1.000 Obdachlose aus dem Erdbebeben in der mittelitalienischen Region Abruzzen hatten am Dienstag vor dem Regierungssitz in Rom demonstriert. Die Demonstranten, darunter 49 Bürgermeister und mehrere Lokalverwalter der vom Erdbeben am 6. April betroffenen Gemeinden, protestierten gegen den schleppenden Wiederaufbau in der Region. Die Wiederaufbauprozeduren seien von Rom aus gesteuert, damit würde der Wiederaufbau nur sehr langsam vorangehen.

Holzbungalows für Obdachlose
Die italienische Regierung hat vor kurzem mit der Errichtung von Holzbungalows außerhalb der Stadt begonnen, in denen die Obdachlosen untergebracht werden sollen. Die Zeltstädte sollen schrittweise abgebaut werden. Darüber hinaus hat sich die italienische Regierung bereiterklärt, die Finanzierung für Neubauten und die Restaurierung beschäftigter Wohnobjekte zur Gänze zu übernehmen.

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