Harte Zeiten
Madoff drohen im Knast Prügel
Für den Ex-Wall-Street-Guru sind im Zuchthaus harte Zeiten angebrochen.
Dem zu 150 Jahren Haft verdonnerte Mega-Betrüger Bernard Madoff (71) droht eine Tracht Prügel in seinem neuen Zuhause, der Haftanstalt in Butner im US-Staat North Carolina. „Einige der Jungs haben darüber geredet, wie sie ihn einmal ordentlich versohlen wollen“, zitiert die New York Post Mithäftlinge. Doch andere zollen ihm Respekt: Er habe alle Schuld auf sich genommen und keinen seiner Komplizen verpfiffen, wird auf den Ehrenkodex unter Gangstern verwiesen.
Der Kontrast zum einstigen Luxusleben des Ex-Wall-Street-Gurus, der bis zu 60 Mrd. Dollar an Klientengeldern verspielte, könnte größer nicht sein: Statt mit Privatjet ging es per Bus nach Butner, 40 Stunden dauerte die Reise. Maßanzüge tauschte Bernie mit der schlichten Haftkleidung, T-Shirt und Jogging-Hose. Auf leckeres Foie Gras in Manhattans Speisetempeln muss er ebenfalls verzichten, stoisch löffelte er in der Häfn-Kantine Makkaroni mit Käse, so Zeugen. Seine Arbeit im Knast ist simpel aber ehrlich: Von 7.30 Uhr an graviert er in einer Werkstatt Namen für Türschilder. Sieben Stunden am Tag.(bah)