China-Route gesperrt
Rekord an Genehmigungen: Mount Everest droht Kletterstau
11.05.2026
Immer mehr Menschen besteigen den Mount Everest. Behörden in Nepal verzeichnen neue Rekorde bei den Genehmigungen. Nun befürchten erste Experten und Sherpa Kletterstaus am höchsten Berg der Welt.
Laut dem Tourismus- und Kulturministerium in Kathmandu wurden bis zum vergangenen Freitag 492 Zulassungen für Bergsteiger und Bergsteigerinnen aus 55 Ländern erteilt. Sie wollen alle den Gipfel vom Mount Everest besteigen. Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 2023. Damals erhielten 478 Personen eine Zulassung. Im vergangenen Jahr lag diese Zahl bei 468.
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Verantwortlich für die gestiegenen Zulassungen ist der von China geschlossene Aufstieg auf der tibetischen Seite. Somit müssen Bergsteiger nun über die nepalesische Südseite den Mount Everest besteigen. Die meisten Anmeldungen kommen aus China, gefolgt von den USA und Indien.
Sherpa säuberten Route
Die beste Zeit für eine Mount-Everest-Expedition ist zwischen März und Mai. Schon jetzt staut es sich auf dem Gipfel. Hunderte Bergsteiger versuchen derzeit, den Mount Everest zu bezwingen.
In diesem Jahr fing die Hochphase verspätet an. Ein Eisblock im Khumbu-Eisfall hat die Route versperrt. Nun haben Sherpa-Bergsteiger geschafft, die wichtige Aufstiegsroute vom Lager 2 (6600 Meter) bis zum letzten Hochlager (Camp 4 auf 7906 Meter Höhe) vor dem Gipfel zu befreien.
Gipfel-Stau keine Seltenheit
Aufgrund der Hindernisse und Rekordzulassungen drohen auf dem Weg zum Gipfel noch mehr Staus und Behinderungen. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Staus auf der Gipfel-Route. Dabei traten sogar lebensgefährliche Engpässe auf.
Für Nepal ist der Mount Everest eine der wichtigsten Einnahmequellen. Bisher konnten die Genehmigungen dem Land mehr als 7,1 Millionen US-Dollar (etwa 6 Millionen Euro) einbringen. Zusätzlich hat der Himalaya-Staat die Gebühr im vergangenen Jahr von 11.000 auf 15.000 US-Dollar erhöht.