Schwer Verletzte
Silvester-Inferno: Wien und Graz nehmen Opfer auf
02.01.2026Nach der schweren Brandkatastrophe in Crans-Montana erhält die Schweiz Unterstützung aus Österreich. Mehrere schwer verletzte Personen sollen zur weiteren Behandlung nach Wien und Graz gebracht werden.
Nach dem verheerenden Brand in der Neujahrsnacht im Schweizer Bergdorf Crans-Montana greift Österreich der Schweiz bei der medizinischen Versorgung der Opfer unter die Arme. Bereits am Samstagvormittag sollen mehrere Verletzte aus Schweizer Spitälern abgeholt und in Kliniken nach Wien und Graz transportiert werden.
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Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sprach von einer der „schlimmsten Katastrophen des Landes“. Bei einer Pressekonferenz am Freitag wurde bekannt gegeben, dass die Zahl der Todesopfer auf mindestens 40 gestiegen ist. Insgesamt wurden 119 Menschen verletzt, bis zu 100 davon befinden sich laut Angaben der Schweizer Behörden in einem kritischen Zustand.
Österreich bietet Hilfe an
Angesichts der großen Zahl an Schwerverletzten bot Österreich im Rahmen der Katastrophenhilfe medizinische Unterstützung an. Wie das Innenministerium am Freitagabend mitteilte, hat die Schweiz dieses Angebot angenommen. Ziel ist es, die stark belasteten Schweizer Spitäler zu entlasten und schwer verletzte Personen in österreichischen Kliniken weiter zu versorgen.
Transport nach Wien und Graz
Der Transport aus der Schweiz nach Österreich ist laut Innenministerium für Samstagvormittag geplant, die genauen Transportmodalitäten werden derzeit noch geprüft. Insgesamt sollen sechs Schweizer Staatsangehörige nach Österreich gebracht werden. Sie sind 14, 16, 16, 17, 20 und 30 Jahre alt. Weitere medizinische Kapazitäten würden aktuell geprüft und im Bedarfsfall den Schweizer Behörden umgehend zur Verfügung gestellt.
Angespannte Lage in Spitälern
Der Walliser Regierungspräsident Reynard sprach von einer „äußerst angespannten Lage“ in den Spitälern. Verbrennungen zählen zu den schwersten Verletzungen überhaupt, entscheidend sind dabei Tiefe, Ausdehnung und die betroffenen Körperstellen. Laut Wassim Raffoul, Chefarzt des Spitals Morges, werden derzeit auch Patientinnen und Patienten behandelt, deren „Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist“.
Jugendliche europaweit verlegt
Nach bisherigen Erkenntnissen sind viele der Verletzten junge Menschen, die mehrheitlich aus Frankreich und Italien stammen. Mehrere Brandopfer wurden bereits in andere europäische Länder ausgeflogen, um dort in Spezialkliniken behandelt zu werden. Vier Jugendliche, darunter ein 15-Jähriger, wurden per Helikopter ins Niguarda-Krankenhaus nach Mailand gebracht, drei weitere 15-Jährige sollen folgen. Weitere Verletzte werden in Deutschland behandelt, drei Personen wurden nach Frankreich verlegt, Polen nahm bereits 14 Brandopfer auf.