Teure Fahrt
SO viel kostet nun die Autobahn-Maut in diesem Urlaubsland
18.02.2026
Mit dem Jahresbeginn hat Italien seine Autobahn-Maut erhöht. Nun ist es bekannt, welche Strecken jetzt richtig teuer wurden.
Seit dem 1. Jänner sind in Italien neue Regeln für die Autobahn-Maut gültig. Im Grunde wird der Italien-Urlaub teurer, doch die Vorgabe des Verkehrsministeriums war nicht ganz klar. Einige Abschnitte haben ihre Preise erhöht, andere sind gleich geblieben. Eine neue Studie hat die Preisveränderung der einzelnen Abschnitte der Autostrada untersucht.
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Eigentlich sollten die Preise laut einer Verordnung des italienischen Verkehrsministeriums von Matteo Salvini im Durchschnitt um 1,5 Prozent erhöht werden. Dies entspricht der erwarteten Inflation. Damit hat sich der rechte Politiker den verschiedenen Autobahnbetreibern gebeugt. Er wollte keine Erhöhung einführen.
Neue Studie untersucht die neue Maut
Davor war es klar, dass die Teuerung nicht überall gleich ausfallen wird. Die Preise unterscheiden sich je nach Vertrag zwischen dem Staat und der Betreibergesellschaft. Die Autostrada Alto Adriatico und Strada dei Parchi haben schon vorab angekündigt, ihre Preise nicht zu erhöhen.
Die unterschiedlichen Preiserhöhungen hat sich die unabhängige Verbraucherschutz-Organisation Altroconsumo genauer angeschaut. Sie stellen fest, dass auf den 38 wichtigen Strecken die Preise gestiegen sind, aber nicht einheitlich.
Einige Strecken sind gleich geblieben
Im Schnitt ist die Maut nun um 1,1 Prozent teurer. Laut der Studie liegt die Erhöhung oft bei zehn bis 20 Cent pro Fahrt. Ein Drittel der untersuchten Strecken haben ihre Preise nicht erhöht. Besonders im Nordwesten, in Mittelitalien und auf Sizilien sind Mauts gleich geblieben.
Die Erhöhung hat vor allem mittel- bis langfristig Konsequenzen für Vielfahrer, so Altroconsumo. Zehn bis 20 Cent sind für einzelne Fahrten nicht viel, aber auf das Jahr summiert sich die Ausgabe für Pendler oder Logistikunternehmen.
Uneinheitliches System
Wie "il Giornale" berichtet, sind nun diese Autobahn-Strecken die teuersten:
- A4 Mailand Ost-Venedig Mestre: 22,30 Euro (+10 Cent)
- A14 Neapel-Bari Nord: 21,60 Euro (+30 Cent)
- A14 Pescara Nord-Rom Ost: 21,40 Euro (+0 Cent)
- A1 Florenz Süd-Rom Nord: 20 Euro (+30 Cent)
Auf die Maut-Gebühr pro 100 Kilometer gerechnet, befinden sich andere Strecken in diesem Ranking. Laut Altroconsumo sind diese Strecken die teuersten:
- A4 Novara Ost-Ghisolfa: 14,08 Euro auf 100 Kilometer
- A4 Turin Rondissone – Novara West: 13,86 Euro auf 100 Kilometer
- A24 Teramo – L‘Aquila Ost: 10,59 Euro auf 100 Kilometer
Für Altroconsumo hat die neue Regelung ein "sehr uneinheitliches Mautsystem mit erheblichen regionalen Unterschieden" ergeben. Die Preise spiegeln dabei nicht immer die Qualität der Straße oder Dienstleistung auf der Strecke wider.