4 Todesopfer

Weiteres Opfer nach Lawinen-Drama: Österreicher (44) gestorben

25.03.2026

Das Lawinenunglück vergangenen Samstag im Südtiroler Ridnaun hat ein weiteres, viertes Todesopfer gefordert.

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© Zwei der Todesopfer: Laura S. aus Brescia und Bergführer Martin P. (privat)
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Südtirol. Ein 44-jähriger Österreicher, der von der Lawine verschüttet worden war, starb am Mittwoch im Krankenhaus in Bozen, wo er auf der Intensivstation behandelt wurde. Dies berichteten Südtiroler und italienische Medien. Der Zustand des Wintersportlers war durchgehend als kritisch eingeschätzt worden.

© Facebook/Soccorso Alpino CNSAS Vipiteno / Bergrettung Sterzing

Bereits am Samstag hatten zwei Südtiroler ihr Leben verloren. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer einer Gruppe österreichischer Skialpinisten, Martin P., und um den in Wien lebenden 56-jährigen technischen Berater Alexander F. Am Sonntag war eine 26-Jährige aus der norditalienischen Provinz Brescia im Innsbrucker Krankenhaus gestorben. Die junge Frau war nach dem Lawinenabgang mit einem österreichischen Rettungshubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen worden. Laura S. aus Brescia, die mit ihrem Ehemann am Berg gewesen war, erlag ihren schweren Verletzungen. Zu den Verletzten zählten zudem drei deutsche Skifahrer.

Sechs Verschüttete

Die Lawine war Samstagvormittag an der Rudererspitze auf etwa 2.445 Metern oberhalb der Gewinges Alm abgegangen. Mehrere Skitouren-Gruppen mit rund 30 Personen waren in diesem Gebiet unterwegs. Sechs Personen einer Gruppe, die sich im Aufstieg befand, wurden verschüttet. Im Einsatz standen drei Notarzthubschrauber. Über 80 Rettungseinheiten waren an Ort und Stelle, um die Verschütteten zu bergen.

2026 wird als tragisches Jahr für die italienischen Alpen in Erinnerung bleiben. Seit Anfang 2026 waren inzwischen 38 Menschen ums Leben gekommen - das ist ein Negativ-Rekord in Europa. Instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen führten in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zuletzt wiederholt zu mehreren Rettungseinsätzen.