Ein Schwerverletzter wurde ins Krankenhaus nach Innsbruck gebracht. Ein 44-jähriger Österreicher ist unter den Verletzten und im kritischen Zustand.
Bozen. Zu einem tragischen Lawinenunglück ist es am Samstag im Südtiroler Ridnaun gekommen. Zwei Südtiroler kamen ums Leben, außerdem gab es fünf Verletzte. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer einer Gruppe österreichischer Skialpinisten und um einen in Österreich lebenden 56-Jährigen, wie die Rettungseinheiten berichteten.
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In kritischem Zustand befanden sich ein 44-jähriger Österreicher und ein Deutscher. Eine 26-Jährige aus Brescia wurde in schweren Zustand vom österreichischen Rettungshubschrauber Christophorus ins Krankenhaus nach Innsbruck geflogen. Außerdem wurden zwei deutsche Skifahrer leicht verletzt. Die Lawine ging gegen 11.40 Uhr an der Rudererspitze auf etwa 2.445 Metern oberhalb der Gewinges Alm ab, wie der Südtiroler Gesundheitsbetrieb meldete. Mehrere Skitouren-Gruppen mit rund 30 Personen waren in diesem Gebiet unterwegs.
Sechs Skifahrer wurden verschüttet
Sechs Personen einer Gruppe, die sich im Aufstieg befand, wurden verschüttet. Im Einsatz standen drei Notarzthubschrauber. Über 80 Rettungseinheiten waren im Einsatz, um die Verschütteten zu bergen.
In den Krankenhäusern in Bozen, Meran, Brixen und Innsbruck wurden Intensivbetten sowie Behandlungen mit Ecmo-Systemen, also zur extrakorporaler Lebensunterstützung, zur Verfügung gestellt. Für Samstag hatte der Lawinenlagebericht von Meteo Trentino eine Gefahrenstufe 2 ("mäßig") auf einer fünfstufigen Skala angegeben.
2026 wird als tragisches Jahr für die italienischen Alpen in Erinnerung bleiben. Seit Anfang 2026 sind 34 Menschen ums Leben gekommen, das ist ein Negativ-Rekord in Europa. Instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen führten in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zuletzt wiederholt zu mehreren Rettungseinsätzen.