Anschläge

Chef von Al-Kaida im Irak festgenommen

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Zwei Anschläge erschüttern den krisengeschüttelten Irak, der Chef der Al Kaida wurde festgenommen.

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Bei zwei Selbstmordanschlägen im Irak sind am Donnerstag mehr als 70 Menschen getötet worden. In der Nähe der irakischen Stadt Baakuba, nordöstlich von Bagdad, starben nach Militärangaben mindestens 45 Menschen, als sich ein Attentäter in einem Restaurant in die Luft sprengte. Weitere 55 Menschen seien verletzt worden. Unter den Opfern sollen sich viele iranische Pilger befinden, die auf dem Weg in die für Schiiten heilige Stadt Kerbela waren.

Kurz zuvor waren bereits in Bagdad mindestens 34 Menschen bei bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei und des Innenministeriums nahm eine Selbstmordattentäterin im Südosten der Hauptstadt Polizisten ins Visier, die Hilfsgüter an Flüchtlingsfamilien verteilten. Unter den Toten seien zehn Polizisten und fünf Kinder. Den Angaben zufolge wurden 52 Menschen verletzt.

Al-Kaida-Chef festgenommen
Die irakische Armee meldete unterdessen die Festnahme des Anführers des Terrornetzwerkes Al Kaida im Irak, Omar al-Baghdadi. Al-Baghdadi sei am Donnerstag in der Hauptstadt Bagdad gefasst worden, sagte ein Armeesprecher am Donnerstag. Die Streitkäfte hätten vorher einen Tipp aus Geheimdienstkreisen bekommen.

Angaben über Zeitpunkt und Ort der Verhaftung gab es nicht. Die irakischen Behörden hatten in den vergangenen Jahren bereits mehrfach berichtet, Al-Baghdadi sei getötet oder festgenommen worden. Diese Meldungen hatten sich später immer als falsch erwiesen. Al-Baghdadi gilt als "Emir" der Allianz Islamischer Staat im Irak, zu der sich El Kaida und andere Terrororganisationen im Herbst 2006 zusammengeschlossen hatten.

Al Kaida wird im Irak für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht. Die Organisation war in der Vergangenheit stark unter Druck geraten. Sicherheitskräfte übernahmen die Kontrolle über ursprünglich von ihr kontrollierte Gebiete.

INFO-BOX: Das ist Abu Omar al-Baghdadi: