Schiffe dürfen durch
Iran öffnet Straße von Hormuz – unter DIESER Bedingung
24.03.2026Der Iran lockert die Blockade an der Straße von Hormus geringfügig. In einem Schreiben an die Weltorganisation für Schifffahrt betont Teheran jedoch, dass die Durchfahrt streng kontrolliert wird.
Die Lage an einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt bleibt extrem angespannt. Seit dem Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran am Freitag, 28. Februar, war der Seeweg faktisch für fast alle Schiffe gesperrt. Nun hat das iranische Außenministerium in einem Brief an die Mitgliedstaaten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) klargestellt, dass „nicht-feindliche Schiffe“ die Straße von Hormus in Abstimmung mit den iranischen Behörden passieren dürfen.
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Strenge Kontrolle durch Teheran
Laut dem Schreiben hat der Iran Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass „Aggressoren und ihre Unterstützer“ die Wasserstraße für Operationen gegen das Land nutzen. Schiffe, die eine Verbindung zu den USA oder Israel haben, sowie andere Beteiligte an der Aggression, sind von der Durchfahrt ausgeschlossen. Daten der Schiffsverfolgung deuten darauf hin, dass der Iran eine kleine Anzahl von Schiffen über eine Route in seinen Hoheitsgewässern passieren lässt, um deren Identität vorab zu prüfen.
Tausende Schiffe sitzen fest
Die Auswirkungen auf den Welthandel sind massiv. Etwa 3.200 Schiffe stecken derzeit im Golf fest, da sie das Risiko der Durchfahrt an der engsten Stelle – die nur 21 Seemeilen breit ist – scheuen. Seit Ausbruch des Konflikts wurden mindestens 22 Schiffe vom Iran getroffen. SV Anchan, Chef der Safesea Group, berichtete, dass sein Schiff „Safesea Vishnu“ am Dienstag, 11. März, angegriffen wurde und nun nicht mehr repariert werden kann. „Alle Regierungen sollten sich zusammenschließen und versuchen, zur Lösung dieser Situation beizutragen“, fordert Anchan.
Hohe Gebühren für Sicherheit
Berichten von Lloyd’s List Intelligence zufolge haben einige Schiffe bereits bis zu zwei Millionen Dollar an den Iran gezahlt, um eine sichere Passage zu gewährleisten. Währenddessen bereitet das iranische Parlament laut dem Abgeordneten Mansour Alimardani neue Gesetze für den Verkehr in der Meerenge vor. Alimardani erklärte gegenüber der Agentur Mehr: „Der Iran hat im Hinblick auf die Straße von Hormus immer eine Politik der internationalen Zusammenarbeit verfolgt, aber der zunehmende Druck durch illegale Sanktionen hat die Islamische Republik dazu veranlasst, den Frachtverkehr vorübergehend einzuschränken.“
Geplante Änderungen im Gesetz
Der neue Plan sieht vor, Maßnahmen gegen Länder zu ergreifen, die US-Sanktionen unterstützen. Zudem soll bei Transaktionen vom US-Dollar auf alternative Währungen umgestellt werden. Trotz Drohungen von US-Präsident Donald Trump gibt es bisher keine Anzeichen dafür, dass Teheran die Kontrolle über die strategisch wichtige Wasserstraße aufgeben wird. Experten gehen davon aus, dass es selbst nach einem Ende des aktuellen Konflikts keine Rückkehr zum Status quo vor dem Krieg geben wird.