Kehrtwende?

Selenskyj verkündet: Russische Angriffe nehmen ab

02.02.2026

Ukrainischer Präsident führt das auf amerikanischen Druck zurück

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Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ist die Zahl der russischen Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine zurückgegangen. Zwar seien in frontnahen Gebieten erneut Infrastrukturobjekte durch Beschuss getroffen worden, darunter auch lokale Energieerzeuger. Doch habe es im Tagesverlauf keine Angriffe mit Raketen und Shahed-Kampfdrohnen gegeben, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Er führte das auf US-amerikanischen Druck auf Moskau zurück.

"Das zeigt, dass wenn in Amerika die Motivation da ist, die Lage zu ändern, dann kann sich die Lage auch ändern." Selenskyj kündigte mit Blick auf die geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi über ein Ende des Ukraine-Kriegs auch weitere bilaterale Gespräche mit den USA über Sicherheitsgarantien an. Es sei wichtig, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten, damit es zu einer diplomatischen Lösung komme.

Russland führt seit vier Jahren Krieg in der Ukraine. Systematisch hat das russische Militär dabei auch Kraft- und Umspannwerke außer Gefecht gesetzt. Die Ukraine ist in diesem Winter damit in die schwerste Energiekrise seit Kriegsbeginn geraten - bei starkem Frost. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Kremlchef Wladimir Putin auf seine Bitte zugesagt habe, die Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine zu pausieren. Moskau bestätigte dies zunächst. Spätere Aussagen deuten darauf hin, dass diese begrenzte Feuerpause inzwischen beendet ist.

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