Russland macht ernst

Veto-Drohung bei Kosovo-Unabhängigkeit

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Russland wird sein Veto im UNO-Sicherheitsrat einlegen, sollte die Entscheidung über den Kosovo-Status nicht angenommen werden.

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Dies sagte der russische Botschafter in Belgrad, Aleksandar Aleksejev am Montag dem Belgrader Sender B-92. "Wenn die Lösung für den Status nicht für beide Seiten annehmbar ist, für Belgrad und Pristina, dann wird Russland von seinem Veto-Recht Gebrauch machen", betonte Aleksejev.

Gespräche nicht gescheitert
Bisher sei im Rahmen der Wiener Verhandlungen nur etwa zwei Stunden konkret über den Status der von der UNO (UNMIK) verwalteten südserbischen Provinz gesprochen worden. Daraus den Schluss zu ziehen, dass die Status-Gespräche gescheitert seien, sei "naiv". Damit kritisierte der Botschafter den UNO-Kosovo-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari, der erklärt hatte, dass ein Kompromiss zwischen Pristina und Belgrad nicht möglich sei. Die Lösung der Kosovo-Frage müsse jedenfalls in Einklang mit internationalem Recht erfolgen, betonte Aleksejev.

Langer Streit um das Kosovo
Der Kosovo wird seit Juni 1999 von der UNMIK verwaltet. Pristina sieht in der Unabhängigkeit die einzig mögliche Lösung, Belgrad ist um den Verbleib des Provinz in den Staatsgrenzen Serbiens bemüht. Ahtisaari wird Belgrad und Pristina seinen Lösungsvorschlag unmittelbar nach der Parlamentswahl in Serbien (21. Jänner) zustellen. Laut diplomatischen Kreisen soll eine Status-Lösung dem UNO-Sicherheitsrat im März präsentiert werden.