Angst

10 Jahre nach Überfall: Kardashian schläft nur mit Security

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Zehn Jahre nach dem brutalen Raubüberfall in Paris leidet US-Superstar Kim Kardashian noch immer unter den psychischen Nachwirkungen. In einer neuen Biografie schildert die Unternehmerin nun, wie massiv Sicherheitskräfte und Überwachungsmaßnahmen ihren heutigen Alltag bestimmen.
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Die Geschehnisse des Jahres 2016 markieren den dramatischsten Wendepunkt im Leben der weltbekannten Reality-Persönlichkeit. Während der Pariser Modewoche wurde Kim Kardashian in ihrer gemieteten Luxusresidenz von Kriminellen überrumpelt, gefesselt und mit einer Schusswaffe bedroht. Die Täter erbeuteten damals hochkarätige Schmuckstücke im Gesamtwert von mehreren Millionen Euro und ließen das Opfer in Todesangst zurück. Obwohl mittlerweile ein ganzes Jahrzehnt seit dieser verhängnisvollen Nacht vergangen ist, sind die seelischen Narben des Verbrechens bis heute allgegenwärtig.

In der autorisierten Biografie mit dem Titel "Citizen Kim", verfasst vom renommierten "Vogue"-Journalisten Jonathan Van Meter, bricht Kardashian ihr langes Schweigen über die dauerhaften Belastungen. Das Buch, das am 29. Oktober offiziell im Handel erscheint, liefert laut ersten Vorabauszügen der britischen Zeitung "Daily Mail" erschütternde Einblicke in ihre Gefühlswelt. Über die nachhaltigen Veränderungen ihrer Persönlichkeit spricht die Unternehmerin mit bemerkenswerter Offenheit: "Ich würde sagen, ich habe mich für immer verändert. Ich bin einfach nicht mehr so offen, wie ich es früher war. Ich kann nachts nicht einmal schlafen, wenn nicht sechs Sicherheitsleute rund um mein Haus postiert sind."

Hochsicherheitstrakt im Anwesen in Hidden Hills

Die Schilderungen von Buchautor Van Meter machen deutlich, wie radikal die Sicherheitsvorkehrungen der Familie infolge des Pariser Überfalls nach oben geschraubt wurden. Während seiner zahlreichen Recherchebesuche auf dem weitläufigen Anwesen der Unternehmerin im kalifornischen Hidden Hills erlebte der Journalist die Sicherheitsarchitektur aus nächster Nähe. In der Garage des Anwesens laufen die Signale von 24 Überwachungsmonitoren zusammen, die das Geschehen auf dem gesamten Areal lückenlos erfassen. Jeder Zentimeter des Anwesens wird rund um die Uhr per Kamera überwacht, und kein Familienmitglied verlässt das Grundstück ohne professionellen Personenschutz.

Die Angst, die das Verbrechen bei der US-Amerikanerin auslöste, veränderte ihr gesamtes soziales Verhalten. Über die Monate nach dem Trauma berichtet sie im Buch: "Ich hatte solche Angst davor, dass die Leute jeden meiner Schritte kennen." Obwohl sie sich selbst nicht als extrem paranoid einstufen wollte, wuchs in ihr eine stetige Furcht vor jeglicher Öffentlichkeit. Mit bewegenden Worten beschreibt sie ihren damaligen Rückzug: "Dann wissen sie, dass mein Haus unbewacht ist. Ich wollte einfach nicht mehr rausgehen. Damals begann ich, wirklich privater zu leben." Auch ihr Umgang mit Schmuck und Luxusgütern wandelte sich grundlegend, denn wertvolle Pretiosen bleiben seither dauerhaft unter Verschluss.

Eigene Fahrzeugkolonne für Fahrten mit den Kindern

Wie tief das Misstrauen in die Umwelt sitzt, zeigt sich besonders eindringlich bei alltäglichen Fahrten mit ihrer Familie. Wer Kardashian heute begegnet, sieht sich mit einer professionell organisierten Sicherheitseskorte konfrontiert. Sie erklärt diesen extremen Aufwand im Buch ganz nüchtern: "Mittlerweile habe ich überall, wo ich hingehe, voll bewaffnete Sicherheitskräfte dabei. Selbst wenn ich alleine mit meinen Kindern im Auto unterwegs bin. Dann fährt Security in zwei Autos mit, eines fährt voraus und eines folgt mir. Nur damit ich mich sicher fühlen kann."

Zehn Jahre nach der Pariser Nacht offenbart das neue Buch somit das Porträt einer Milliardärin, die trotz weltweiten Ruhms und immensen Reichtums tagtäglich mit den Schatten eines traumatischen Erlebnisses ringen muss.