Literatur-Geschichte

100 Jahre Theater Reichenau

© Österreichwerbung, Stefan Strass
Das Theater Reichenau feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen -- und künstlerische Leiterin Maria Happel eröffnet die Jubiläumssaison standesgemäß: mit der „Fledermaus".
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Und zwar mit genau jenem Stück, mit dem das Haus 1926 erstmals bespielt wurde. Die Neuinszenierung von Nils Strunk und Lukas Schrenk ist im Stil der 1920er-Jahre gehalten, begleitet von einer siebenköpfigen Band. Premiere bereits ausverkauft.

Anziehungspunkt für Adel, Großbürgertum

Das Theater in Reichenau feiert sein 100-jähriges Bestehen. © ORF

Das Gebäude selbst war einst eine Holzschleiferei. 1922 kaufte die Gemeinde Reichenau das leer stehende Industriegebäude und ließ es zum Theater umbauen. Kein Zufall: Die Region war seit dem 19. Jahrhundert Anziehungspunkt für Adel, Großbürgertum - und Künstler. Nestroy, Schnitzler, Zweig, Freud, Doderer: Sie alle suchten hier Inspiration.

Eine Erfolgsgeschichte

Das Haus diente über Jahrzehnte als Kino, Musikschule und Bergbaumuseum. Erst 1988 brachten Renate und Peter Loidolt Burgschauspieler nach Reichenau und setzten auf Stücke von Autoren mit regionalem Bezug -- der Beginn des heutigen Erfolgskonzepts.

Rund 40.000 Besucherinnen und Besucher kommen jährlich zu den Festspielen Reichenau, die mittlerweile drei Spielorte bespielen: das Theater, den "neuen Spielraum" und das leerstehende ehemalige mondäne Südbahnhotel.

Auf dem Semmering entstand übrigens einer der ersten Golfplätze unseres Landes. Er ist heute der älteste noch in seiner Ursprungsform in Betrieb befindliche Golfplatz Österreichs.