Mehr Effizienz
1450 übernimmt Ärztefunkdienst-Anrufe
Wer am Wochenende oder am Abend in Wien medizinische Hilfe braucht und den Ärztefunkdienst unter der Nummer 141 anruft, landet ab sofort automatisch bei der Gesundheitsberatung 1450. Diese Reform soll das Gesundheitssystem spürbar entlasten und Patientinnen sowie Patienten schneller an die richtige Stelle lotsen.
Weniger Parallelstrukturen
Die automatische Weiterleitung läuft bereits seit Anfang Mai. Anrufe werden an Wochentagen zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr früh sowie am gesamten Wochenende direkt umgeleitet. Speziell geschultes diplomiertes Pflegepersonal übernimmt bei 1450 die erste Einschätzung und entscheidet über die beste Hilfe. Durch diese Zusammenlegung rechnet die Stadt mit rund 180.000 zusätzlichen Anrufen pro Jahr bei der Hotline. "Mit dem Telefon-Routing von der 141 auf die 1450 ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähiges Gesundheitssystem gelungen", sagt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.
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Bereits 16.000 Anrufe im ersten Monat
Die ersten Daten zeigen eine positive Zwischenbilanz für das neue System. Seit dem Start sind bereits mehr als 16.000 Anrufe über die Nummer 141 bei der Gesundheitsberatung eingegangen. Bei rund 42 Prozent der Fälle reichte eine einfache Auskunft völlig aus. Das Personal half den Menschen mit Informationen über diensthabende Apotheken, Medikamente oder geöffnete Ordinationen weiter. "Durch die strukturierte Ersteinschätzung kann direkt abgeklärt werden, wie dringend ein Anliegen ist und welche Versorgung tatsächlich benötigt wird", betont FSW-Geschäftsführerin Susanne Winkler.
Arztbesuch per Video-Schaltung
Liegen akute Beschwerden vor, klärt das Pflegepersonal die Dringlichkeit genau ab. Wenn nötig, können die Wienerinnen und Wiener direkt eine Video-Beratung mit einem Arzt in Anspruch nehmen. Diese Telemedizin läuft mittlerweile im Regelbetrieb und ermöglicht auch das Ausstellen von e-Rezepten oder Krankmeldungen. Wenn ein Fall dringender ist, kommt weiterhin ein Arzt des Ärztefunkdienstes zu einem Hausbesuch vorbei. "Wir gewährleisten dadurch eine rasche medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten und tragen noch stärker dazu bei, unnötige Rettungsfahrten und Spitalsbesuche zu vermeiden", erklärt Naghme Kamaleyan-Schmied von der Wiener Ärztekammer.
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