Fernwärme-Wartung

140 Häuser jetzt ohne Warmwasser

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Wegen der angekündigten Wartung der Fernwärme-Leitung Flötzersteig in Wien-Penzing und Ottakring sind seit Donnerstagfrüh 140 Hausanschlüsse im Einzugsbereich ohne warmes Wasser.
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Die Versorgungsunterbrechung dauert bis Montag, 9.00 Uhr, hatten die Wiener Netze im Voraus informiert und als Alternativen vier Dusch-Container-Standorte und vier Duschmöglichkeiten in Sportstätten, darunter beim Fußball-Bundesligisten SK Rapid, eingerichtet.

Um 6.00 Uhr sei "plangemäß mit der vorübergehenden Abschaltung der Fernwärmeleitung am Flötzersteig begonnen" worden, sagte ein Sprecher auf APA-Anfrage. Technisch passierte Folgendes: Zuerst wurde das Netzwasser von einer Temperatur von etwa 160 Grad auf unter 100 Grad abgekühlt. Im Anschluss begann die Entleerung des Leitungsrohrs.

Danach starteten die Wartungsarbeiten an der Leitung. Dabei werden Netzarmaturen getauscht sowie der Austausch bzw. Einbau von Druckmessstellen und weiterer Anlagenteile durchgeführt. Am Ende wird die Leitung wieder befüllt und die Fernwärmeversorgung schrittweise wieder aufgebaut. Der Zeitraum der Wartung "ergibt sich daraus, dass die Müllverbrennungsanlage Flötzersteig an den folgenden vier Tagen in ihrer jährlichen Totalrevision ist", halten die Wiener Netze fest.

Duschen im Container oder beim SK Rapid

Den Bewohnerinnen und Bewohnern der 140 von der Leitungssanierung betroffenen Häuser stehen vier mobile Dusch-Container zur Verfügung. Weiters können die Duschen bei den Sportvereinen SK Rapid, SK Slovan HAC, FV Austria XIII und dem SC Red Star Penzing genutzt werden. Für Menschen mit Behinderungen und Ältere mit erhöhten Pflegebedürfnissen sollen ein Zugang zu barrierefreien Duschen und ein Fahrtendienst eingerichtet sein.

Angaben, wie viele Betroffene die Angebote bisher in Anspruch genommen haben, gab es zunächst nicht. In der ersten Zeit der Versorgungsunterbrechung dürften die viele Haushalte wohl noch kühleres statt kaltes Wasser bekommen, sagte der Sprecher.

Die Flötzersteig-Leitung, die Wärme von Österreichs ältester Müllverbrennungsanlage zu den Haushalten bringt, ist seit 1963 in Betrieb. Nun sind Wartungsarbeiten auf einer Länge von mehr als drei Kilometern nötig.

Wiener FPÖ mit Kritik und Fragen

Kritik kam von FPÖ-Landesparteiobmann Stadtrat Dominik Nepp und FPÖ-Energiesprecher Klemens Resch: "Das ist kein Infrastrukturkonzept, sondern eine Kapitulationserklärung." Die Freiheitlichen wollen per Anfrage von Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) erfahren, "wie viele Haushalte, Menschen und Betriebe tatsächlich betroffen sind, welche Alternativen zu der mehrtägigen Abschaltung geprüft wurden und welche Lehren Wien Energie daraus zieht." Zudem fordert die FPÖ eine Entschädigung für alle Betroffenen.