7.500 Proben

150 auffällige Tests bei Darmkrebs-Screening

© Getty Images
Mehr als 100.000 Wiener wurden bereits zur Darmkrebs-Früherkennung eingeladen. Von 7.500 ausgewerteten Tests zeigten 150 ein auffälliges Ergebnis.
Zur Vollversion des Artikels

In Wien sind im Rahmen des Projekts Darmkrebs-Sreening bisher 7.500 Proben ausgewertet worden. 150 davon zeigten auffällige Ergebnisse, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und die Vorsitzende des ÖGK-Landesstellenausschusses Wien, Agnes Streissler-Führer, am Freitag berichteten. Bis Ende September wurden Einladungsschreiben an rund 100.000 Personen versandt. Knapp 16.000 davon haben einen Testkit angefordert.

Von diesen sind bisher 8.000 über den Postweg eingelangt und davon 7.500 schon ausgewertet worden. "Das ist eine hohe Beteiligung der Wiener Bevölkerung in den entsprechenden Altersgruppen und entspricht unseren Erwartungen. Es zeigt auch, dass wir mit diesem niedrigschwelligen Angebot eine Lücke im Untersuchungsangebot schließen können", befand Hacker. Von den untersuchten Proben wiesen 150 auffällige Ergebnisse auf. Hier wurden bereits 35 Koloskopien vermittelt.

Hilfe bei Terminsuche für Koloskopie

Laut der Aussendung dauert es im Durchschnitt nur 1,7 Tage von der Abgabe bis zur Einmeldung des Analyseergebnisses. Wenn eine ausgewertete Probe positiv ist, wird eine Darmspiegelung empfohlen. Sollte kein Termin ab Terminsuche innerhalb von 14 Tagen verfügbar sein, dann wird ein solcher vom Pojektkonsortium zur Verfügung gestellt.

Das Darmkrebs-Screening in Wien wird noch kommenden Jahres weiterlaufen. In dieser Zeit werden noch weitere 410.000 Wienerinnen und Wiener im Alter zwischen 45 und 75 Jahren angeschrieben und zum Früherkennungs-Test eingeladen. Die Aktion wird vom Wiener Gesundheitsfonds und der ÖGK finanziert.