Betrieb gesichert

17 Millionen! OÖ rettet beliebtes Skigebiet

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Der oberösterreichische Landtag hat am Donnerstagabend 17 Mio. Euro für den Weiterbetrieb des Skigebiets Kasberg im Almtal lockergemacht.
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Die geplante Übernahme der Almtal Bergbahnen durch die dem Land zuzuordnende TTG (Traunsee Touristik GmbH) dürfte damit auf Schiene sein, da die zuletzt zögernden Eigentümer dieser zustimmen. SPÖ, Grüne und NEOS vermissen allerdings noch ein langfristiges Konzept.

10 der 17 Mio. Euro sind zur finanziellen Absicherung der Übernahme und des Betriebs bis 2028 sowie nötige Investitionen und ein Beschneiungskonzept vorgesehen, 7 Mio. Euro für die Übernahme von Personal-, Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen. Man sichere den laufenden Betrieb und arbeite gleichzeitig an einer langfristigen Lösung, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Es sei "erfreulich, dass nun auch von der Fördergenossenschaft positive Signale kommen".

Fördergenossenschaft will Verkauf zustimmen

Die Miteigentümerin Fördergenossenschaft lebenswertes Almtal, die zuletzt gezögert hatte, will dem Kauf durch die TTG nach dem Landtagsbeschluss nun nämlich doch zustimmen, wie sie am Nachmittag in einer Aussendung bekanntgab. "Ein Wermutstropfen bleibt für uns, dass im Finanzrahmen zwar auch die Erarbeitung und Planung eines zukunftsfähigen Beschneiungskonzeptes enthalten ist, jedoch keine Garantie für den tatsächlichen Bau einer modernen Vollbeschneiung und auch keine nachhaltige Lösung für die Gruppenumlaufbahn", ist man allerdings noch nicht völlig zufrieden.

Kasberg kämpft seit langem ums Überleben

Das Familienskigebiet kämpft seit langer Zeit mit finanziellen Problemen. 2016 war zwischen dem Land und vier Gemeinden, die damals den Betrieb übernommen hatten, beschlossen worden, Abgänge der Betreibergesellschaft bis zu einer Höhe von 1 Mio. Euro jährlich für zehn Jahre abzudecken. Als Gegenleistung hatte das Land ein touristisches Gesamtkonzept gefordert, das allerdings an den Grundeigentümern scheiterte, die einen Sommerbetrieb ablehnen. Die Folge war die Insolvenz im Juli 2023.

2023 hatte dann ein Konsortium aus regionalen Unternehmern das insolvente Familien-Skigebiet übernommen, nun stehen aber Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe für Beschneiungsanlagen, Lifte und in die technische Sicherheit an, die die Betreiber nicht stemmen können. Das Land Oberösterreich hat daher die Seilbahnholding - eine 100-prozentige Tochter der OÖ Landesholding GmbH - beauftragt, Übernahmegespräche zum Kasberg zu führen. Die TTG gehört zur Seilbahnholding.

FPÖ sieht "Bekenntnis zur Region"

"Der Kasberg ist mehr als ein Skigebiet - er ist ein Stück Heimat für unsere Familien, Vereine und die lokale Wirtschaft", sieht FPÖ-Tourismussprecher Michael Gruber in dem Beschluss "ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum und zur Region".

SPÖ, Grüne und NEOS wollen langfristiges Konzept sehen

SPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Haas fordert nun rasch ein Konzept zur langfristigen Absicherung des Skigebiets. Auch Grüne und NEOS vermissen dieses noch: "Das ist keine Rettung, sondern eine teure Rutschpartie knapp über den Wahltag (2027, Anm.) hinaus", so der Grüne Klubobmann Severin Mayr. NEOS-Klubobmann Felix Eypeltauer kritisiert die fehlende langfristige Perspektive und stellt den Zeitpunkt der Entscheidung - ein Jahr vor der Landtagswahl - infrage.