NÖ. Zum Drogentransport mit einem bulgarischen Sattelzug ging im Juli ein internationaler Hinweis beim Bundeskriminalamt ein. Die Route verlief demnach von Spanien über Frankreich und Italien oder Slowenien nach Österreich. Tags darauf wurde der Lkw von Beamten bei der Einreise am Grenzübergang Spielfeld beobachtet und bis zum geplanten Abladeort in Traiskirchen observiert. Im Anschluss wurden der 58-jährige Lkw-Lenker aus Bulgarien und der Übernehmer - ein 30-Jähriger in Wien wohnhafter Slowene - festgenommen. Das Duo war bei der Einvernahme teilgeständig. Die Männer wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
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Von den sichergestellten 200 Kilogramm Cannabiskraut waren 100 direkt für den 30-Jährigen bestimmt, der die Drogen für die international agierende Tätergruppierung übernehmen sollte. Hinzu kamen auch noch sechs Kilogramm vermeintliches Kokain, das sich im Rahmen einer chemischen Untersuchung aber als wirkstofffreies Duplikat und damit als Fake-Drogen herausstellte. Weitere 100 Kilo an transportiertem Cannabiskraut sollten nach der Übergabe in Traiskirchen nach Griechenland gebracht und dort ausgehändigt werden. Es sei "sehr akribisch und detailliert ermittelt", betonte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), der auch von großartigen Erfolgen der Beamten sprach.